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Thomas Pregel stellt sein Werk vor

Neues Buch veröffentlicht Thomas Pregel stellt sein Werk vor

Thomas Pregel legt nach. Der Schriftsteller hat ein weiteres Buch veröffentlicht. "Schauergeschichten für ängstliche Männer" lautet der Titel. Die morbiden, blutigen, brutalen, süffisanten und extremen Geschichten spielen bei uns vor der Haustür wie in Neumünster, Wankendorf oder Bornhöved.

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Thomas Pregel hat jetzt acht Kurzgeschichten im Buch "Schauergeschichten für ängstliche Männer" veröffentlicht.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Es ist Thomas Pregels ehemalige Haustür. Der Wahl-Berliner, Jahrgang 1977, stammt aus Schönböken. Die Hauptfiguren in den acht Kurzgeschichten sind Männer. Junge Männer, alte Herren, alleinstehend, verwitwet, heimgesucht, verbittert, verarmt, arbeitslos und von der Gesellschaft verachtet. Sie sind Kinderschänder, Mörder, Attentäter, anonyme Erotiker. Thomas Pregel zeichnet die gesellschaftliche Entwicklung und ihre skurrilen Blüten.

Ob es nun Mark Herder ist, der in Kaltsommer – dem düsteren Alter Ego von Schönböken – ein blutiges Fanal setzt. Oder Herfried, dieser anonyme Erotiker, der sich hinrichten und berauben lässt. Lutz Johanni, der in seinem Keller Catherine „hält“, schon die dritte. Norbert Bruhn aus Wankendorf, der aus Geiz seine Gattin im Ruheforst Bothkamp bestatten lässt und das bitter bereuen muss. Alexander Katzbach bezahlt in Bornhöved seinen Hass auf die syrische Flüchtlingsfamilie teuer. Und Nikolai Zimmermann wartet in Zelle C76 in der Justizvollzugsanstalt Neumünster auf sein Urteil.

Es geht um Fremden-, Frauen-, Schwulenfeindlichkeit und die Auswüchse, die diese annehmen können. „Die Geschichten sind sowohl abgründig als auch von einem bösen Humor, ohne die Figuren ins Lächerliche zu zerren“, erklärt Thomas Pregel.

Ein Mann kennt keine Angst? Diese Protagonisten schon. Es sind Männer, an denen die Welt vorbeigezogen ist, Männer, die eigentlich nur Angst haben, dies einzugestehen. Männer mit Angst vor dem Leben selbst. Irgendwie macht das Angst, auch Frauen. Vielleicht sollte man dieses Buch nicht im trüben Herbst oder nasskalten Winter lesen. Muss man auch nicht, es ist gerade erschienen, Mitten im Sommer, im Größenwahn-Verlag.

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