14 ° / 2 ° heiter

Navigation:
FEK: 2. Bauabschnitt kann beginnen

Zusätzliche Fördermittel FEK: 2. Bauabschnitt kann beginnen

Dem 2. Neubauabschnitt des Friedrich-Ebert-Krankenhauses steht nichts mehr im Weg: Nachdem das Land 23 Förder-Millionen „nachgeschossen“ hatte, haben Ratsversammlung Aufsichtsrat zugestimmt. „Ein absolut erfreuliches Ereignis“, kommentierte nach quälenden Monaten Geschäftsführer Alfred von Dollen.

Voriger Artikel
Franzisca wieder aufgetaucht
Nächster Artikel
THW färbt Neumünster blau

Stellten am Freitag die Pläne für den 2. Anschnitt des FEK-Neubaus vor: Alfred von Dollen (von links), Architekt Uwe Mumm, Matthias Lau, Projektleiter Mathias von Appen und Ärztlicher Direktor Dr. Ivo Heer.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Von 54 Millionen zu Planungsbeginn auf 78,16 Millionen hatten sich die Gesamtkosten des zweiten Bauabschnitts verteuert. Dabei hatte der neue Generalplaner Uwe Mumm, der auch das Krankenhaus Heide „gebaut“ hat, schon 10 Millionen einsparen müssen. 12, 8 Millionen schultert das FEK selbst per Kreditaufnahme.

 Dass das Sozialministerium seinen Förderanteil nach harten Verhandlungen letztlich auf 65,3 Millionen aufstockte, liegt laut Aufsichtsratsvorsitzenden Matthias Lau „auch daran, dass das Haus nachhaltig schwarze Zahlen schreibt“. 2015 erwirtschaftete das FEK (25000 stationäre und 60000 ambulante Patienten im Jahr) ein Betriebsergebnis von 3,5 Millionen Euro.

 Zusätzliche 2,5 Millionen Euro muss das FEK aufbringen, um den Hubschrauberlandeplatz gemäß neuen gesetzlichen Vorgaben von der Erde aufs Dach zu verlegen. „Das kam vom Planungszeitraum noch goldrichtig“, sagte Mumm. Der ärztliche Direktor Dr. Ivo Heer freut sich: „Von dort aus dauert es nur eine halbe Minuten bis in den Notfall-CT.“

 Einsparungen und gleichzeitig bessere Strukturen wurden laut Mumm „durch das Drehen an kleinen Stellschrauben“ erzielt. Komplett neu wird nur das zweite Bettenhaus (Kapazität: 244) errichtet; die größten Zimmer sind auf drei Betten ausgelegt. Für das anschließende Funktionsgebäude mit Intensiveinheit, Ambulanzen, Wirtschafts- und Versorgungsbereichen bleiben statt Total-Abbruch die untersten beiden Ebenen des einstigen Neubaus erhalten; darauf wird neu aufgebaut.

 Zur Friesenstraße hin bleiben ebenfalls zwei Geschosse der alten Substanz erhalten Mumm: „Es macht Sinn, hier Strahlentherapie, Radiologie, Nuklearmedizin und Pathologie zu erhalten.“ Durchaus stolz ist er darauf, dass sich das Personal in Planungsteams mit eigenen Ideen und im 1. Bauabschnitt gesammelten Erfahrungen einbringen konnte.

 Für Heer spielt die komplette Neugestaltung von Notaufnahme und Ambulanz eine große Rolle. „Diese Einheit ist auf 5000 Kontakte im Jahr konzipiert, wir haben aber mittlerweile 32000. Wegen zunehmend älterer und kränkerer Bevölkerung werden diese Zahlen bundesweit um jährlich zwei bis vier Prozent steigen.“ Ambulanz-Patienten mit Terminen bekommen eine eigene Anlaufstelle; „Selbstkommer“ und liegend Eingelieferte sollen nach zentraler Annahme über getrennte Weg versorgt werden.

 Bis zur Fertigstellung im Jahr 2020 kündigte Heer „Zwischen-Investitionen“ an, um die Ambulanz-Situation zu verbessern. Der Termin- und Kostenplan für den 2. Neubauabschnitt muss übrigens penibel eingehalten werden. Das Sozialministerium ließ keinen Zweifel: Mit der zusätzlichen Förderung sei die „Deadline“ erreicht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3