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Adventsfeier kam im Haart-Café bestens an

Geschenke für Asylsuchende Adventsfeier kam im Haart-Café bestens an

Glückliche Gesichter von rund 80 Asylsuchenden waren gestern im Haart-Café der Diakonie Altholstein der Beweis dafür, dass die für Bewohner der Erstaufnahme ausgerichtete Adventsfeier den Geschmack der Gäste getroffen hatte. 100 Schuhkarton-Geschenke wurden verteilt

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Die kleine Marwa aus dem Libanon freute sich über eine Puppe, die sie bei der Tombola gewonnen hat.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Punkt 15 Uhr wurde die Tür des Haart-Cafés von Rike Müller, Flüchtlingsberaterin der Diakonie, geöffnet. Überwiegend Familien mit Kindern aus Syrien und Afghanistan waren gekommen. Das ehrenamtliche Team des Cafés hatte die Räume adventlich geschmückt. Im langen Flur erwartete die Gäste ein Kaffee-Büfett mit Kuchen, Mandarinen und Getränken. In einem Nebenraum hatte Café-Betreuerin Margot Schweitzer rund 100 gespendete, mit Geschenken gefüllt Schuhkartons für die Ausgabe vorbereitet. Die Kartons waren eine Spende der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und der Gemeinde der Adventisten, die Heiligen der letzten sieben Tage. Die kleine Marwa aus dem Libanon freute sich über ein Stofftier, das ihr Schweitzer überreichte.

 Mit großem Appetit hatten sich die drei afghanischen Brüder Juwa, Sadar und Jadar am Kaffee-Büfett mit Keksen eingedeckt. Das Trio ist aus der im Süden Afghanistans gelegenen Metropole Herat nach Deutschland geflohen. Drei Monate seien sie unterwegs gewesen. „Es war eine gefährliche Flucht. Aber in Herat zu bleiben, ist noch gefährlicher. Dort haben die Taliban wieder das Regiment übernommen“, berichtete Jadar, der älteste der drei Brüder.

 Seit zwei Wochen leben die Brüder nun in der Neumünsteraner Erstunterkunft. Via Internet informieren sie sich über die Situation in ihrem Land. Dabei haben sie erfahren, dass die Bundesregierung plant, mittels eines Abkommens mit ihrem Heimatland afghanische Flüchtlinge kurzfristig abzuschieben. „Wer so etwas vorhat, scheint nicht zu wissen, wie instabil und gefährlich die Situation in Afghanistan wieder ist“, zeigte sich Sadar empört. Die Brüder hoffen, dass sie in der Bundesrepublik Asyl erhalten und bleiben können.

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