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Neue Drehleiter nötig

Brandschutzausschuss einig: Neue Drehleiter nötig

Die Mitglieder im Brandschutzausschuss der Stadt hegte keinerlei Zweifel an der Notwendigkeit: Neumünsters Berufsfeuerwehr braucht eine neue 30-Meter-Drehleiter. Dabei geht es um Mehrausgaben in Höhe von 600000 Euro.

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Die Berufsfeuerwehr in Neumünster ist auf einsatzfähige Drehleitern angewiesen, um in großer Höhe auch in oberen Stockwerken helfen zu können.

Quelle: Frank Scheer

Neumünster.  Feuerwehr-Chef Sven Kasulke führte gute Gründe ins Feld. Denn in der Stadt gibt es viele Gebäude, bei denen seine Truppe den gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg durch ein „Hubrettungsgerät“, wie es im Fachjorgon heißt, sichergestellt werden muss. Der sogenannte Teleskopmast ist „tiptop“ in Ordnung.

 Aber mit der Drehleiter des zweiten Zuges gibt es ein Problem. Das Teil ist 22 Jahre alt, besitzt inzwischen nur noch einen buchhalterischen Restwert von einem Euro. In den vergangenen vier Jahren wurden 47500 Euro in Reparaturen investiert. „Aktuell hat sich die ausfahrbare Leiter verzogen und müsste kostenintensiv und aufwendig gerichtet werden“, sagte Kasulke, der die Ausgaben dafür auf 71000 Euro bezifferte.

 Derzeit ist das Gerät nicht mehr betriebsbereit. Selbst eine Reparatur könne nicht die geplante „Restnutzungsdauer“ bis 2019 sicherstellen. Aus Sicherheitsgründen wird für die Berufsfeuerwehr eine Ersatzleiter angemietet. Kosten pro Tag: 150 Euro. Eine neue 30-Meter-Leiter kann übrigens erst sechs Monate nach Auftragserteilung geliefert werden.

 Von den 650000 Euro Anschaffungskosten sind 50000 bereits vorhanden. Deckungsvorschlag für den Rest: 200000 aus Mitteln der Feuerschutzsteuer und 400000 aus jenen Mitteln, die für Erwerb, Abriss und Herrichtung der ehemaligen Scholtz-Kaserne zwecks Wohnbebauung geplant waren, was auf absehbare Zeit kaum realisiert werden dürfte. Nach dem einstimmigen Votum des Fachausschusses wandert das Thema Drehleiter jetzt in den Finanzausschuss.

 Was die Zukunft der freiwilligen Feuerwehren angeht, denen der Nachwuchs fehlt, kündigten Kasulke und Stadtbrandmeister Klaus-Peter Jürgens ein Konzept für den Februar 2016 an. Schwierigkeiten bei der Einstellung von neuen Rettungsassistenten und -sanitätern gibt es offenbar nicht nur in Neumünster. Der nördliche Nachbar Dänemark soll in Norddeutschland ausgebildete Kräfte mit günstigen Arbeitszeiten, guten Gehältern und kostenlosen Sprachkursen locken.

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