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Betriebe reißen sich um gute Bewerber

Neumünster Betriebe reißen sich um gute Bewerber

Über 2000 Jugendliche aus 35 Schulen in der Region besuchten am Mittwoch die Nordjob in den Holstenhallen. Die Ausbildungsmesse in Neumünster erlebte bereits ihre elfte Auflage.

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Über den Beruf des Zahntechnikers informierte sich Milena Greve auf der Nordjob bei Klaus Kaps. Ole Wiedemann (links) möchte Bundeswehr-Pilot werden, sein Schulfreund Jan Schnoor eher studieren. Stabsbootsmann Thomas Ziegler informierte die Gymnasiasten.

Quelle: Sven Detlefsen

Neumünster. Mit den über 50 Ausstellern hatten die Schüler im Vorfeld Beratungsgespräche vereinbart. Der Nachwuchs wird umworben. „Wir erleben einen Bewerbermarkt, und es winken gute sichere Arbeitsplätze mit hervorragenden Karrierechancen“, sagte IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater zum Auftakt.

 Die Messe besuchen die meisten gut vorbereitet. Milena Greve (16) aus Bordesholm unterhielt sich eingehend mit Klaus Kaps von der Landesinnung der Zahntechniker. Der Ausbildungsmeister hatte sichtlich Freude an dem Messeeinsatz: „Die Phase der Berufsfindung ist für die jungen Leute doch eine tolle Zeit.“ Außerdem suchen auch die Zahntechniker, einst ein gefragter Lehrberuf unter den Absolventen, heute nach geeigneten Bewerbern.

 Milena von der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule bekam von Kaps Tipps, worauf sie in den Labors bei Bewerbungen achten sollte. Die Schülerin hatte noch weitere Beratungstermine auf der Nordjob vereinbart, zum Beispiel für eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Oder: „Vielleicht mache ich doch erst Abi“, war sich die Neuntklässlerin noch nicht sicher.

 70 Prozent des Bedarfs auf dem Arbeitsmarkt seien ausgebildete Fachkräfte, warb Klaus-Hinrich Vater für die Lehre im dualen Ausbildungsgang. Das Studium sei längst nicht immer der richtige Weg ins Berufsleben, erteilte der IHK-Präsident dem „Akademisierungswahn“ eine Absage. Viele Studenten, bei den Ingenieurswissenschaft sogar jeder zweite, brechen ab. Bis Ende Mai seien im Bereich der IHK bereits 4905 Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, dennoch dürften an die 3500 Lehrstellen in den Betrieben unbesetzt bleiben.

 So sind dann längst nicht mehr, wie noch vor einigen Jahren, vor allem die Schulabgänger auf der Suche. Vom Handwerk über Einzelhandel, Industrie, Behörden wie Polizei, Stadtverwaltungen, Banken oder Versorgungsunternehmen alle betreiben „Ausbildungsmarketing“, also aktive Werbung um Bewerber. „Die jungen Menschen haben heute die Wahl“, so Vater.

 Auch die Bundeswehr ist mit mehreren Karriereberatern auf einem großen Stand in der Holstenhalle dabei. Ole Wiedemann (18) vom Fuhlendorf-Gymnasium in Bad Bramstedt hatte einen Termin bei Stabsbootsmann Thomas Ziegler. Der Zwölftklässler, der Erfahrungen als Segelflieger und Fallschirmspringen mitbringt, möchte beim Bund eine Pilotenausbildung machen. Sollte er die strengen Tests bestehen und sich dann mindestens 16 Jahre verpflichten, stehen die Chancen nicht schlecht. Die Streitkräfte suchen händeringend Nachwuchs für Unteroffiziers- und Offizierslaufbahnen.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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