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Campus-Projekt verzögert sich

Gutachten für Kaufpreis Campus-Projekt verzögert sich

Wegen eines neuen Gutachtens zur Ermittlung des Kaufpreises für das Gelände an der Memellandstraße ist eine Verzögerung für das Millionen schwere Campus-Projekt eingetreten. „Das ist ärgerlich. Ich versuche, die Investoren bei Laune zu halten“, erklärte der externe Berater Uwe Döring.

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So soll die Campuspark-Akademie mit Therapie- und Gesundheitszentrum, Ausbildungsakademie für medizinisch-therapeutische Berufe sowie Wohnen für Studenten und Ältere aussehen.

Quelle: hfr

Neumünster. Neumünster. Wegen eines neuen Gutachtens zur Ermittlung des Kaufpreises für das Gelände an der Memellandstraße in Neumünster ist eine Verzögerung für das ehrgeizige und Millionen schwere Campus-Projekt eingetreten. „Das ist ärgerlich. Ich versuche, die Investoren bei Laune zu halten“, erklärte der externe Berater Ex-Minister Uwe Döring.

 Ein Therapie- und Gesundheitszentrum mit angegliederter Akademie für die Ausbildung in medizinisch-therapeutischen Berufen und studentischem wie barrierefreiem Wohnen für Ältere will der Investor Thomas Hüstreich für 30 Millionen Euro auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung realisieren.

 Das Projekt brauchte bisher schon langen Atem. Erst nach mehr als einem Jahr verzichtete das Land auf sein Vorkaufsrecht, sodass die Stadt die Fläche von 26150 Quadratmetern von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erwerben konnte. Nach Informationen dieser Zeitung wollte die Stadt die Immobilie für das Eineinhalbfache des Kaufpreises in Höhe von 100000 Euro weiterveräußern: ein Finanzrahmen, in dem Oberbürgermeister Olaf Tauras allein hätte entscheiden können.

 Angesichts der Summe äußerten indes die Grünen Bedenken, dass das der richtige Wert sei. Womöglich würde Tauras sich der Untreue schuldig machen. Also wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. „Wenn es um ein städtisches Grundstück geht, übernimmt ein Landesbediensteter den Vorsitz des Gutachterausschusses“, sagte der bei der Stadtverwaltung zuständige Roland Clausen.

 Solch ein Gutachten brauche normalerweise sechs bis acht Wochen. „Aber in diesem Fall wird versucht, es beschleunigt hinzubekommen. Ich denke: August“, schätzte Clausen. Laut Döring lag die Frist für den Investor bereits Ende Juni. „Alle hatten auf die Zusage der Stadt vertraut, dass der Vertrag umgehend unterzeichnet würde. Sonst wäre der Investor mit seinen Plänen nicht an die Öffentlichkeit gegangen“, sagte Döring.

 Es müsse jetzt schnell gehen und Planungssicherheit geschaffen werden. „Parallel wird mit anderen Standorten verhandelt“, erklärte Döring.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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