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Chancen für Kunstrasenplatz steigen

Neumünster Chancen für Kunstrasenplatz steigen

Nahezu einstimmig hat die Ratsversammlung Neumünster am Dienstagabend beschlossen, die eingefrorenen Mittel für einen neuen Kunstrasenplatz am Städtischen Stadion wieder freizugeben - vorerst allerdings nur 30000 Euro Planungskosten der Gesamtsumme von gut einer halben Million Euro.

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Ein sagenhaft trauriges Bild: Der alte Kunstrasenplatz am Städtischen Stadion wird langsam von Moos überwuchert.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Das Thema hatte beim Etat 2015/16 schon einmal die Gemüter bewegt. Einer damals vorgesehenen Teil-Refinanzierung durch die Veräußerung eines Teiles der Sportanlagen des MTSV Olympia, die dem MTSV längst „zu groß“ geworden sind, hatte eine Mitgliederversammlung des Vereins allerdings nicht zugestimmt. Jetzt hat sich durch eine Förderrichtlinie des Landes für kommunale Spielfelder und Laufbahnen eine neue Chance aufgetan: Maximal 50 Prozent der Kosten, also 250000 Euro, könnte Neumünster auf diesem Wege finanzieren.

Sportausschussvorsitzender Bernds Delfs fragte spontan: „Wenn wir nicht jetzt bauen, wann dann?“ Bei der Planung müsse unbedingt eine Flutlichtanlage berücksichtigt werden. Ralf Ketelhut von den Grünen betonte, ein recyclingfähiger Kunstrasen habe auf jeden Fall Chancen auf Fördergelder. Gleichzeitig mahnte er: Mit dieser Entscheidung sei kein Verein aus der Verantwortung entlassen, Neumünsters Sport wie vereinbart zu konsolidieren. „Move your asses!“, lautete seine Empfehlung auf Englisch. Und Oberbürgermeister Olaf Tauras empfahl er, besagte Konsolidierungs-Arbeitsgruppe bald wieder einzuberufen.

Eine der beiden Gegenstimmen kam von Linke-Ratsherr Jonny Griese, einst selbst passionierter Fußballer. „Mein Anliegen ist: Wenn der Kunstrasenplatz nicht vernünftig gepflegt wird, dann verkommt er. Und wenn das geschieht, dann ist das Geld aus dem Fenster geworfen“, lautete seine Begründung.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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