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Udo Runow: Vom Schüler zum „Chef“

Walther-Lehmkuhl-Schule Udo Runow: Vom Schüler zum „Chef“

Noch heißt sie schlicht Mehrzweckhalle der Walter-Lehmkuhl-Schule. Aber wenn am Mittwochnachmittag der „Chef“ des Regionalen Bildungszentrums (RBZ) in Neumünster in den Ruhestand verabschiedet worden ist, wird die Udo-Runow-Aula an ihn erinnern.

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Die symbolische Glocke, um die Pausen einzuläuten, und eine Miniaturausgabe der polnischen Flagge gehörten fest zur Einrichtung des Schulleiterbüros von Udo Runow.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Gefühlt bin ich erst gestern hier angekommen“, sagt Udo Runow. Dabei war es schon am 1. November 2009. Und sogar zum zweiten Mal. Denn Runow, 1950 in Lütjenburg geborenes Kind einer Flüchtlingsfamilie, das trotz Gymnasialempfehlung aus finanziellen Gründen nur die Hauptschule besuchen konnte, war nach der Mechaniker-Lehre bei der AEG klar: Die Ausbildung allein reicht nicht, wenn er im Leben weiterkommen will.

 

 Auf Realschulabschluss und Abi an der „Walther“ auf dem zweiten Bildungsweg folgte das Studium in Hamburg. Das war 1979 abgeschlossen. Statt als Lehrer an die „Walther“ kam er an das heutige RBZ am Nord-Ostsee-Kanal und steuerte die folgenden 28 Jahre die Rendsburger Herrenstraße an, auch die Außenstelle in Hanerau-Hademarschen.

 Rund 40000 Kilometer pro Jahr ist Runow damals gefahren, bis er sich mit in Rendsburg gesammelter Erfahrung als kommissarischer Schulleiter als „erster Mann“ an die Walther-Lehmkuhl-Schule bewarb. Mit der Doppelbelastung als Leiter und Geschäftsführer des RBZ konnte er leben. „Ich hatte immer gute Stellvertreter, an die ich delegieren konnte. Die sind nachher alle prompt Schulleiter geworden.“ Und was die Geschäftsberichte und Haushaltsvorlagen anging: „Da hat die Politik geholfen.“

 Denn Runow wirkt nebenbei seit 24 Jahren als Bürgermeister von Bönebüttel. Zur nächsten Wahl will er nicht mehr antreten, mehr Zeit haben für die beiden drei Jahre alten Enkel.

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