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Neue Untersuchung für Herzkranzgefäße

Cardio-CT am FEK Neue Untersuchung für Herzkranzgefäße

Der bereits im Februar in Betrieb genommene High End Tomograph und neue Zusatz-Software-Module nachen am Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster jetzt ein schonendes Verfahren zur Untersuchung der Herzkranzgefäße möglich. So können auch unauffällige Erkrankungen besser erkannt werden.

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Prof. Andreas Schuchert (links)und Prof. Thomas Jahnke stellten die neue Zusatz-Software-Module vor, mit denen mit denen im High-End-CT jetzt auch exakte Utersuchungen der Herzkranzgefäße vorgenommen werden können.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Einengungen der Herzkranzgefäße sind nach wie vor die häufigste Todesursache“, stellt Prof. Andreas Schuchert, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, fest. Ob Gefäße eingeengt sind, lässt sich durch ein Belastungs-EKG feststellen, durch eine Stress-Kardiographie oder die Untersuchung per Herzkatheter, der über die Leiste in den Körper geschoben wird. Das könne das Risiko einer Gefäßverletzung bergen, weshalb viele Patienten diese Untersuchung als bedrohlich empfinden.

Bei dem neuen Verfahren Cardio-CT wird lediglich das Kontrastmittel über die Armvene in den Körper eingeführt und der Patient in den ringförmigen Tomographen geschoben. „Der hat einen sehr breiten Detektor von 16 Zentimetern“, erklärt Prof. Thomas Jahnke, Chef der Klinik für Radiologie. Die Röntgenquelle umrundet den Patienten innerhalb einer Sekunde drei Mal - und passt dabei Dank der neuen Zusatzsoftware genau die Zehntel- bis Zwanzigstelsekunde ab, in der das Herz für einen winzigen Moment still steht, um die Aufnahme zu machen.

Ein weiterer Vorteil für den Patienten ist die Tatsache, dass durch die Kürze dieser Zeit die Strahlenbelastung um rund ein Siebtel geringer ist. Die Cardio-Tomographie ist laut Schuchert besonders gut geeinet, um unauffällige Herzkranzgefäßerkrankungen mit untypischen Schmerzen zu erkennen. Als Vorteil hat sich erwiesen, dass Kardiologen und Radiologen die Bilder gemeinsam erstellen und auswerten.

Rund eine Million Euro hat das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in den neuen Tomographen und die neue Zusatzsoftware investiert.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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