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Flüchtlinge beziehen Notunterkunft

Neumünster Flüchtlinge beziehen Notunterkunft

Die Unterkunft ist spartanisch, doch das Ziel ist endlich erreicht. Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern beziehen in Neumünster eine Notunterkunft in einer Schulsporthalle. Die regulären Erstaufnahme-Einrichtungen platzen aus allen Nähten.

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Die 1000 Quadratmeter große Dreifeld-Sporthalle der Neumünsteraner Gemeinschaftsschule Brachenfeld ist in sechs Segmente mit jeweils 24 Feldbetten für die Flüchtlinge eingeteilt worden.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Die Notunterkunft für Flüchtlinge in einem Turnhallenkomplex der Gemeinschaftsschule in Neumünster-Brachenfeld ist in Betrieb. Mittlerweile sind dort 127 Flüchtlinge untergebracht. Es handelt sich dabei überwiegend um Männer und einige Familien aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea. Ulf Döhring, Chef des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten, rechnet damit, dass die Zahl bis Sonntagabend auf bis zu 250 steigen könnte.

Eine Gruppe syrischer Flüchtlinge verlässt die Notunterkunft, um sich in einem nahegelegenen Supermarkt mit Kleinigkeiten zu versorgen.

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Alle Neuankömmlinge werden zunächst in der vollkommen überbelegten Landesunterkunft für Asylsuchende registriert. Sie liegt rund einen Kilometer von der Notunterkunft entfernt. Von dort werden die Flüchtlinge mit Taxen zum Turnhallenkomplex gefahren. Dann bekommen sie mit Nummern versehene Feldbetten zugewiesen. „So wissen wir, wer sich wo in den Hallen aufhält“, so Döhring. Jeder Einzelne wird von einem Arzt untersucht. „Das dient dazu, ansteckende Infektionskrankheiten möglichst ausschließen zu können“, berichtete der Landesamtschef. Einer der Flüchtlinge, ein Syrer, musste deshalb in der Landesunterkunft in einem Quarantänebereich untergebracht werden.

In der kommenden Woche sind mehrere Maßnahmen geplant, die zu einer Entlastung führen sollen. So wird die Bundeswehr kurzfristig drei Mannschaftsgebäude in der Boostedter Rantzau-Kaserne an die Zweigstelle der Landesunterkunft übergeben. Damit steigt die bisherige Kapazitat um 100 Bewohner auf rund 500. Vermutlich bis September können weitere 100 Flüchtlinge in der Polizeischule in Kibitzhörn bei Malente einquartiert werden. Döhring kündigte außerdem an, dass in der kommende Woche rund 400 Flüchtlinge und in der Woche darauf noch mal etwa 500 Flüchtlinge auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt werden. „Ob wir damit dann über den Berg sind, weiß ich nicht“, sagte Döhring. Es sei nicht abzuschätzen, wie hoch das Aufkommen weiterer Flüchtlinge, die nach Schleswig-Holstein kommen, sein wird.

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Neumünster
Foto: Unterstützt von Schülern bauten auch Michaela Kröger (links) und Antonia Howe in der Turnhalle der Gemeinschaftsschule insgesamt 300 Feldbetten auf.

Die Notunterkunft für bis zu 300 Flüchtlinge in den Turnhallen einer Neumünsteraner Gemeinschaftsschule ist vorbereitet. Bereits am Freitagabend wurden die ersten 47 Asylsuchenden dort untergebracht.

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