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Aus zwei Gesichtern eines machen

Integratives Fotoprojekt Aus zwei Gesichtern eines machen

In der Partnerstadt Parchim ist es bereits erfolgreich gelaufen. In Neumünsters Rathaus-Foyer greifen Fotografen der Lichtküche am Freitag, 30. September, zur Kamera, um Alt- und Neuneumünsteraner für das Projekt „Aus Fremden werden Freunde“ abzulichten.

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Oberbürgermeister Olaf Tauras (von rechts) posiert, beobachtet von Nizar Almakkawi, für die Lichtköche Matthias Riedel, Bettina Voß, Fenja Mahnke und Michael Braasch.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Wir hoffen auf großen Andrang und setzen darauf, dass Gespräche, vielleicht sogar freundschaftliche Kontakte zwischen alteingesessenen Neumünsteranern und neu zugezogenen Geflüchteten entstehen“, sagt Manja Yalcin von der Integrationsstelle im Rathaus. Die Idee, die ursprünglich die Studentin Layda Sayilgan in Solingen entwickelte, ist ganz einfach: Jeder, der mitmacht, wir zwischen 11 bis 13 Uhr von den Amateur-Fotografen der Lichtküche aus dem Tungendorfer Mehrgenerationenhaus porträtiert. „Und dann schauen wir, welche zwei Gesichter sich jeweils so ähneln, dass man per Fotomontage ein gemeinsames daraus machen kann“, erklärt Yalcin. Zu einer Ausstellung der fertigen Ergebnisse sollen alle Porträtierten eingeladen werden. „Das ist doch spannend. Wer ist meine andere Hälfte, wie heißt sie, woher kommt sie?“

 Als erster ließ sich am Montag Verwaltungschef Olaf Tauras – im scharzen T-Shirt; so gewandet wird jeder Porträt-Willige vor der Kamera sitzen – von Michael Braasch ablichten, nachdem Fenja Mahnke „glänzende“ Teint-Stellen im Gesicht mit Puder abgetupft hatte. „Wir setzen auf ein volles Haus am Freitag“, meinte der Oberbürgermeister.

 Als nächster posierte Nizar Almakkawi. Der 38-jährige Syrer aus Damaskus kam im September 2015 als Flüchtling in Neumünster an. Durch seine Sprachkenntnisse wurde er vom Deutschen Roten Kreuz umgehend als Dolmetscher in der Erstaufnahme in der Scholtz-Kaserne im Haart eingesetzt. Und er hat seither immer mehr Fuß gefasst: Seine Lizenzen als Schwimmtrainer wurden vom Landessportverband anerkannt, sodass er jetzt als Schwimmlehrer beim Polizeisportverein arbeitet.

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