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Flüchtlinge in Hindenburg-Kaserne ?

Willkommenszentrum Flüchtlinge in Hindenburg-Kaserne ?

Erst ab dem 1. Januar 2017 und nicht schon ab Oktober muss die Stadt Neumünster Flüchtlinge dauerhaft aufnehmen. Außerdem schlägt die Verwaltung für ein sogenanntes Willkommenszentrum mit 80 Plätzen die ehemalige Hindenburg-Kaserne vor.

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Diesen Trakt der ehemaligen Hindenburg-Kaserne an der Färberstraße schlägt die Verwaltung als Standort für das Willkommenszentrum für Flüchtlinge vor.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Diese Information geht aus den am Freitag versandten Unterlagen für die Ratsversammlung am 15. März hervor, in der auch Nachtragshaushalt und Stellenplan beschlossen werden sollen. Untersucht worden war das Gebäude 2 der Hindenburg-Kaserne an der Färberstraße/Nähe Schubertstraße. Im ersten und zweiten Geschoss stehen dort jeweils 40 Unterkunftszimmer zwischen 16 und 26 Quadratmetern Größe zur Verfügung. Je zwei Zimmer „teilen“ sich eine Sanitäreinheit.

 „Bei einer Belegung mit zwei Personen können 80 Menschen für einen Übergangszeitraum von vier Wochen untergebracht werden“, heißt es in der Vorlage. Außer Speisesaal und Aufenthaltsraum stehen auch 16 Büro- und Mehrzweckräume zur Verfügung, in denen Anlaufstellen für Fachdienst Soziale Hilfen, Ausländerbehörde, Wohnungsvermittlung, Arbeitsamt/Jobcenter geschaffen werden könnten. Nach ersten Gesprächen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben geht die Verwaltung davon aus, dass die BImA „die Liegenschaft mietzinsfrei bereitstellt und die Ausbaukosten erstattet“.

 Gegen die Nutzung des zuerst angedachten ehemaligen Alten- und Pflegeheimes Haus Stormarn in der Dithmarscher Straße hatte sich der Stadtteilbeirat Ruthenberg positioniert: Im Stadtteil liegt bereits die Erstaufnahme Scholtz-Kaserne. Außerdem hat mittlerweile der Eigentümer sein Mietangebot an die Stadt zurückgezogen. Weitere überprüfte Liegenschaften wie die ehemalige AEG, die ehemalige „Harmonie“, ein Haus der Scholtz-Kaserne, die Ex-Standortverwaltung an der Memelland- und ein Gebäude an der Christianstraße hätten sich als nicht geeignet erwiesen.

 Oberbürgermeister Olaf Tauras hat am Freitagnachmittag die Vorsitzenden der Ratsfraktionen über die neue Situation informiert. Laut Fraktionschef Gerd Kühl kann die CDU mit der Lösung „Hindenburg“ leben. SPD-Fraktionschef Uwe Döring meinte: „Das ist besser als die Dithmarscher Straße, eine praktikable Lösung. Und irgendwo müssen wir hin.“

 Insbesondere mit den Anwohnern in direkter Nachbarschaft der ehemaligen Hindenburg-Kaserne will die Verwaltung das Gespräch suchen. Nach der Ratsversammlung am 15. März, die über den Standort für das Willkommenszentrum entscheiden wird, sollen die Neumünsteraner in einem Bürgerbrief ausführlich über die Flüchtlingsthematik informiert werden. Neumünster geht von rund 350 „dauerhaften“ Flüchtlingen pro Quartal aus.

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