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Auf Streusalz sitzengeblieben

Milder Winter Auf Streusalz sitzengeblieben

500 Tonnen Streusalz lagern in einer großen Halle auf dem Gelände des Technischen Betriebszentrums (TBZ) Neumünster an der Niebüller Straße. Der Haufen ist gut vier Meter hoch und ähnelt ein bisschen einem Rodelberg. „Wir haben nur 300 Tonnen verbraucht“, sagt Fachdienstleiter Ingo Kühl.

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Ingo Kühl steht vor einem Berg von Streusalz, nur 300 Tonnen wurden diesen Winter verbraucht.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Der Berg ist ein Überbleibsel des milden Winters. 45 Leute, sechs große Streufahrzeuge, acht kleinere für die Rad- und Gehwege plus acht Wagen für die Handkolonnen standen bereit und warteten auf den Winter - und warteten und warteten. Wie jeden Winter gab es eine Urlaubssperre. Die Mitarbeiter aus den Bereichen Straßenreinigung, -unterhaltung, und einige Gärtner hätten jederzeit losfahren können. Getan haben sie es im Winter nur zwölfmal, um Fahrbahnen abzustreuen, neunmal waren sie auf Geh- und Radwegen unterwegs.

Dank eines "Anti-Back-Mittels" bleibt das Salz rieselfähig

Und nun ist das TBZ auf einem Berg von Streusalz sitzengeblieben. Nicht einmal die Hälfte des eingelagerten Salzes ist verbraucht worden. Aber es wird ja nicht schlecht. Dank eines beigemischten „Anti-Back-Mittels“ klumpt es nicht zusammen, bleibt rieselfähig. Vom Fahrzeug wird es auf die Straßen gestreut und dabei mit einer Lauge angespritzt. Feuchtsalzstreuung nennt sich das. Auf den Rad- und Gehwegen wird Sand gestreut. Auch davon ist noch jede Menge übrig.

Es gab schon Winter, wo das TBZ 1600 Tonnen Streusalz auf die Straßen gebracht hat. Schnee von gestern. Die Mitarbeiter beschäftigen sich jetzt mit Straßenreinigung (der Sand muss ja wieder aufgenommen werden) und Straßenunterhaltung. Bald kann auch wieder gepflanzt werden. Dann ist der Frühling wirklich da, und das Tor zum Streusalzlager kann bis nächsten November fest verschlossen werden.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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