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„Kleine Sofi“ auf dem Kant-Schulhof

Merkur vor Sonne „Kleine Sofi“ auf dem Kant-Schulhof

„Mir wird ganz kalt“, scherzt ein Junge der Immanuel-Kant-Schule (IKS). Zu einer kleinen Sonnenfinsternis („Sofi“) versammelten sich am Montag die Schüler auf dem Schulhof.

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Großer Andrang herrschte an den Teleskopen (am linken Bernd Hohn) zu Beginn der „kleinen Sofi“ durch Merkur am Montagmittag auf dem Hof der Immanuel-Kant-Schule.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Um 13.12 Uhr begann das seltene Naturschauspiel: Der Merkur schob sich vor die Sonne. Auf dem Spiegel des Teleskops war der winzige Planet vor der Sonne zwar gut zu sehen, doch kälter oder dunkler wurde es deshalb nicht.

 Die Physik- und Technik-AG unter der Leitung von Bernd Hohn hatte die Teleskope so eingestellt, dass die Schüler nur noch durchzuschauen brauchten. „Das rechte Teleskop ist GPS-gesteuert. Man muss nur im Computer eingeben, welchen Planeten man sehen will, der Rest passiert von allein“, erklärte Magnus Engler (18). Die Teleskope haben einen Spiegel mit 20 Zentimetern Durchmesser und eine Brennweite von zwei Metern.

 Pensionär Hohn und die AG waren mit Herzblut dabei. „Sachen wie diese Sonnenfinsternis sind für uns mehr Spielkram am Rande“, erklärte Lukas This (19) allerdings. Das Hauptprojekt der jungen Physiker ist zurzeit eine geleimte Zahnstocher-Brücke, die sie für den Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb vorbereitet haben. Magnus Engler ist motiviert: „Unsere Chancen stehen gut. Unsere Test-Brücke hat bei dem letzten Versuch 200 Kilogramm getragen, bis sie kaputt gegangen ist.“ Über 2000 Zahnstocher hat die AG verbaut, die Vorgaben hätten bis zu 10000 erlaubt. Am Mittwoch ist es soweit: Als eine von zwei Schulen aus Schleswig-Holstein tritt die IKS gegen Hamburger Schulen an.

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