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Keine Unterkunft in der Slevogtstraße

Jugendliche Flüchtlinge Keine Unterkunft in der Slevogtstraße

Eine Einrichtung für unbegleitete junge Flüchtlinge an der Slevogtstraße in Ruthenberg ist vom Tisch: Oberbürgermeister Olaf Tauras hat am Mittwoch entschieden, das Grundstück nicht an einen Träger der Jugendhilfe zu verkaufen.

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Das Grundstück, auf dem noch das ehemalige Jugendheim Ruthenberg steht, wird nicht an einen Träger der Jugendhilfe verkauft.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Diese Entscheidung fiel, nachdem die von der Verwaltung eingebrachte Vorlage im Schul- und Sportausschuss, im Jugendhilfe- und im Finanzausschuss vorgestellt, politisch diskutiert und teilweise votiert worden war“, erklärte Tauras. Zwar hätten in der geplanten Einrichtung nicht viele Jugendliche untergebracht werden sollen, aber er müsse zur Kenntnis nehmen: „Dieser Standort ist grundsätzlich nicht gewollt.“

 Der bisherige Interessent für das Grundstück, die Hamburger Einrichtung Sternipark, sei umgehend über diese Entscheidung informiert worden, sagte Tauras. Das 2600 Quadratmeter große Grundstück in Ruthenberg stehe nun wieder für eine Vermarktung zur Verfügung; der Abriss des „abgängigen“ ehemaligen Jugendfreizeitheims solle wie geplant im April 2016 erfolgen.

 Aus Ruthenberg hatte es gegen das Vorhaben Proteste nicht nur aus dem Stadtteilbeirat gegeben: Im Stadtteil liegt die Erstunterkunft für Flüchtlinge in der ehemaligen Scholtz-Kaserne; außerdem ist ein Ex-Seniorenheim in der Dithmarscher Straße als möglicher Standort für ein Willkommenszentrum mit 20 Plätzen im Gespräch.

 Zu bedenken gab Tauras in diesem Zusammenhang: „Das Problem, dass wir dringend Plätze für die vorläufige Inobhutnahme unbegleiteter minderjähriger Ausländer benötigen, wird somit weiterhin zu lösen sein.“ Für das Grundstück an der Memellandstraße, auf das Sternipark ebenfalls reflektiert, liegt seit Montag die Interessenbekundung eines weiteren Trägers aus Neumünster vor, der dort auch Plätze für junge Unbegleitete schaffen will.

 Noch hat der OB keine abschließende Entscheidung zu „Memelland“ getroffen. Fakt ist, dass Neumünster für die Inobhutnahme von Unbegleiteten 140 Plätze braucht, 56 existieren bereits an der Parkstraße, 20 will Sternipark an der Brachenfelder Straße etablieren. „Wenn Privatleute an Träger verkaufen, hat die Stadt gar keinen Einfluss mehr“, sagte am Mittwochabend im Finanzausschuss dessen Vorsitzender Hauke Hahn (CDU).

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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