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Mehr Barrierefreiheit in den Toiletten?

Neumünster Mehr Barrierefreiheit in den Toiletten?

Der Stadtteilbeirat Einfeld lässt nicht locker, was eine bessere Barrierefreiheit an Neumünsters Haussee angeht. Nachdem 2014 ein eigener Vorstoß gescheitert war, mindestens eine der drei öffentlichen Toiletten am Einfelder See behindertengerecht auszustatten, sollen nun der Sozial- und der Bauausschuss die Sache forcieren.

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Sven Radestock vermisst das Depotraum-Fenster der mittleren WC-Station am See. Hier könnte ein Türdurchbruch für behinertengerechten Zugang sorgen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Damit auch Rollstuhlfahrer ohne Klappspaten den See besuchen können“, brachte Stadtteilvorsteher Sven Radestock die Sache, die am Mittwoch ab 19.30 Uhr bei der Beiratssitzung in der Mensa im Schulzentrum behandelt wird, auf den Punkt. Bereits im Sommer 2014 waren Beirat und Neumünsters Behindertenbeauftragter Hartmut Florian zur Ortsbegehung unterwegs.

 „In allen drei Toiletten am See befinden sich großzügige Depoträume, die offenbar nur für die Lagerung von Toilettenpapier und Reinigungsmitteln genutzt werden“, wurde festgestellt. Um diese Räume umzuwidmen und einen rollstuhlgerechten Zugang gemäß DIN 18040-1 zu schaffen, müssten die jeweiligen Eingangsbereiche jeweils 90 Zentimeter breit sein.

 Messungen ergaben: Im WC Einfelder Schanze sind die Türen für die Herren 83, für die Damen 86 Zentimeter breit; im Depotraum daneben hat das Fenster eine Breite von 85 Zentimetern. Im WC nahe der DLRG wäre auf der Seite zum Wasser bei einer bestehenden Fensterbreite von 102 Zentimetern ein Türdurchbruch möglich. Und um WC an der Surferbucht misst die Tür zum Depotraum 88 Zentimeter Innenbreite; außen etwa 96 Zentimeter.

 Für Radestock & Co steht fest: „Mit gutem Willen und relativ geringem Aufwand müsste eine Lösung möglich sein. Die Gegenstände aus den Depoträumen könnten in abschließbaren Schränken gesichert werden. Um die Behindertentoiletten vor Vandalismus zu schützen, schlagen wir einen Schließmechanismus mit dem Euro-Schlüssel vor.“ Im Einzelfall müssten allerdings Zuwegungen für Rollstühle zu den Toilettenhäuschen geschaffen werden.

 Die Verwaltung hatte im vergangenen Jahr den Ausbau als grundsätzlich möglich bezeichnet, aber auch mit erheblichem Aufwand verbunden. um Haushaltsmittel dafür einzustellen, müsste ohnehin ein Beschluss der Politik her. „Den wollen wir jetzt forcieren. Auch der Ausbau zunächst nur eines Häuschens wäre ein sinnvoller, längst überfälliger Anfang“, findet Radestock.

 Zuversichtlich stimmt ihn: „Die Stadt prüft, ob das alte Weg-Fundament an der Schanze für einen Rollstuhlgerechten Seezugang genutzt werden kann. Und zwischen Ruder- und Segelclub sind Behinderten-Parkplätze zugesagt worden.“.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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