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Bürgernetzwerk für die Innenstadt

„Nähmaschine“ sucht Akteure Bürgernetzwerk für die Innenstadt

Den Leerstand in Neumünsters Innenstadt sieht Karl-Peter Weiland als Riesenchance. „Da stecken neue Gestaltungsmöglichkeiten mit Inhaber geführten Geschäften drin“, ist der 55-Jährige überzeugt. Für das Bürgernetzwerk „Nähmaschine“ hat er bisher 40 Mitstreiter gewinnen können.

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Zu den 40 Akteuren, die jetzt schon hinter dem Projekt Nähmaschine stehen, gehören Susanne Cords (von links), Karl-Peter Weiland, Wolfgang Kellotat, Michael Lucht und Ariane von Saltzwedel.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. 100 sollen es bis zum Sommer werden. Die Philosophie des „Systeme-Erfinders“ aus Padenstedt, der in Neumünster aufgewachsen ist, klingt bestechend einfach: Nicht gegen, sondern neben den beiden Säulen ECE und DOC, die sich mit mit ihren kompletten Vermarktungs- und Werbestrategien in Neumünster etabliert haben, müsse man eine dritte stellen: „Die Kultur des Miteinanders statt Mainstream. Eine Interessengemeinschaft aufbauen, am besten die ganze Innenstadt damit füllen. Unsere Website muss genauso gut sein wie die von ECE und DOC.“

 Das ganze soll ein Bürgernetzwerk werden à la Wikipedia: „Jeder stellt seine ganz speziellen Fähigkeiten zur Verfügung, die von anderen abgerufen werden können. Man bringt etwas ein und bekommt etwas zurück. Diesen Geist möchte ich hier implementieren. Die Stadt selbst hat die Möglichkeiten dazu nicht, aber wir können das leisten“, ist er von dem Konzept überzeugt, das auf andere Städte übertragbar werden soll.

 Zu den bisherigen Mitakteuren gehört zum Beispiel Michael Lucht, Schulfreund und Managing Direktor der Left Beteiligungs GmbH in Hamburg, beruflich verankert in internationalen Netzwerken. „Ich stehe für Immobilen und Finanzierung, kann Geld für Projekte in Neumünster beschaffen und außerdem beurteilen, welche Projekte eine Chance haben, finanziert zu werden.“

 Susanne Cords, Managerin einer Praxis am Großflecken, ist „überzeugt von Kalles Idee“ und will Wohnmodelle für Singles entwickeln, die im Alter nicht allein, sondern „in einem sozialen System zusammenleben“ möchten. Briefträger Wolfgang Kellotat schwebt der Aspekt Arbeit vor: „In der Arbeitswelt ist in den letzten Jahren so viel Druck entstanden, kaum einer identifiziert sich mehr mit seiner Firma. Das soll in Inhaber geführten Geschäften anders sein: vernünftige Bezahlung, einfach ein besseres Gefühl am Arbeitsplatz.“

 Die Grafikerin Ariane von Saltzwedel entwickelt die Internetseite für das Netzwerk. Im Sommer soll die Gründung eines Vereins erfolgen. Interessierte können die Initiative per E-Mail erreichen an die Adresse: dienaehmaschine@web.de. Der Name ist kein Zufall. Erstens stecken die Buchstaben N,M und S darin, zweitens die Assoziation zur Textilstadt Neumünster. Weiland: „Und außerdem fügt die Nähmaschine unterschiedliche Teile zu einem sinnvollen Ganzen zusammen.“

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