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Neue Fortbildungsreihe startet

Für Flüchtlingshelfer Neue Fortbildungsreihe startet

Neumünster bietet für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe eine neue Fortbildungsreihe an. Das ist sozusagen der Startschuss nach außen, der für die Arbeit von Manja Yalcin steht: Neumünsters Koordinatorin für integrationsorientierte Aufnahme von Flüchtlingen.

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Manja Yalcin soll im Rathaus künftig dafür sorgen, dass Neumünster auch für Flüchtlinge eine starke Stadt wird.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Auf die Stelle habe ich mich sofort beworben. Hier kann ich mich hauptamtlich engagieren für ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt“, sagt die 37-jährige, die sich nach der Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten durch ein dreijähriges Duales Studium qualifizierte. Im Fokus ihrer Arbeit steht derzeit ein Handlungskonzept, das stehen muss, wenn ab dem 1. Januar 2017 die ersten dauerhaft aufzunehmenden Flüchtlinge in Neumünster eintreffen.

 „Aber die ehrenamtlichen Aktivitäten sollten nicht bis dahin warten“, betont Yalcin. Schon jetzt leben 300 anerkannte Flüchtlinge hier, die sich Neumünster als neues Zuhause selbst ausgesucht haben. „Sie werden von der Bevölkerung kaum wahrgenommen, denn sie haben Wohnungen übers ganze Stadtgebiet verteilt gefunden, es gab keine Ballung.“

 Für Sprachkurse und berufliche Eingliederung Arbeitssuchender zeichnet das Jobcenter verantwortlich. „Aber auch Frauen, die daheim die Kinder betreuen, muss die gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden.“ In Neumünster gibt es bereits ehrenamtliches Flüchtlingsengagement, auf das man aufbauen kann.

 Seit 2015 sind viele Patenschaften entstanden für die UMAs, die unbegleiteten minderjährigen Ausländer, von denen rund 180 in Neumünster leben. „Aber noch längst nicht jeder Wunsch nach einer Patenschaft konnte erfüllt werden“, stellt Yalcin klar, deren Handlungskonzept Themen wie Bildung & Sprache, die Arbeitsstruktur für das in der Hindenburg-Kaserne geplante Zentrum für Flüchtlinge oder Dienstleistungen aus einer Hand abdecken soll.

 In der Fortbildungsreihe wird Diakon Hartmut Kühl zum Beispiel über den Umgang mit Trauernden informieren. Yalcin: „Nicht jeder Flüchtling ist traumatisiert, aber viele trauern: um den Verlust der Heimat oder den von Verwandten.“ Die Kieler Studentin Shazia Chaudhri bietet den Workshop an „Wer bin ich, wer bist Du? Die Angst vor dem Islam in unserer Gesellschaft.“ Ein weiteres Thema lautet: Chancen und Grenzen ehrenamtlicher Unterstützung.

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