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Oma Hund & Co helfen kleinen Patienten

Initiative am FEK Oma Hund & Co helfen kleinen Patienten

Ob Spielen, Kneten, Schminken oder Vorlesen: Das Repertoire der zwölf Senioren von Oma Hund & Co. ist groß, und damit machen sie jungen Patienten in der Kinderklinik des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) seit mittlerweile 20 Jahren eine Freude.

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Der Klassiker, das Spiel Mensch ärgere dich nicht, ist immer beliebt. Suse Hammerich und Gunter Buß würfeln mit Kiara (vorne) und Luca-Danielle (hinten) um die Wette.

Quelle: Florian Sötje

Neumünster. Jeden Vormittag zwischen Montag und Freitag kommen die Ehrenamtler für zwei Stunden auf die Station, um mit den Kindern Zeit zu verbringen. Die Idee dazu hatte einst die Neumünsteranerin Gerlinde Behnke. Sie veranstaltete zunächst einen Vorlesewettbewerb, bei dem Senioren vorlesen und Kinder beurteilen sollten. Alle Vorleser machten ihre Sache sehr gut, und so wurde die zweite Idee geboren: Behnke ging mit den Vorlesern zum Krankenhaus, um den Kindern dort Geschichten vorzutragen. Der Name des Projekts entstand durch einen Langzeitpatienten, dem Behnke Fotos von ihrem Hund zeigte. So bekam sie schnell den Spitznamen „Oma Hund“ verpasst.

 Die Senioren fingen neben dem Vorlesen schnell mit anderen Aktivitäten an. Je nach Bedarf bastelten und sangen sie mit den Kindern oder hörten einfach nur zu. Von den Ärzten und Schwestern wurde die neue Verstärkung sofort ins Herz geschlossen. So ist es bis heute geblieben.

 „Die Schwestern hier sind sehr engagiert, nehmen unser Angebot gerne an und binden alle gut mit ein“, erzählt Gunter Buß, der seit sechs Jahren der einzige Opa im Team ist. Gleich an seinem ersten Tag ließ er eine Schmink-Prozedur eines kleinen Mädchens über sich ergehen und durfte danach in voller Pracht das Zimmer verlassen. Das Wichtigste hatte er damit erreicht: Das kleine Mädchen bekam etwas Ablenkung. „Es gibt solche und solche Tage, aber meistens freuen sich die Kinder schon auf den nächsten Tag, wenn eine andere Oma kommt. Wenn wir zwei Stunden spielen, vergessen die Kinder darüber alles, was momentan nicht so toll ist“, meint Buß. Natürlich sei es wichtig, auf die Wünsche der Kinder einzugehen und das Angebot mit den Eltern abzusprechen, sagt er.

 Die Organisation für das Projekt, das vom Seniorenbüro gefördert wird, liegt bei Suse Hammerich. Sie hat als Krankenschwester 13 Jahre lang auf der Station gearbeitet und kennt die Initiative von Beginn an. „Wenn die Kinder uns etwas erzählen möchten, hören wir zu. Wenn nicht, dann nicht. Die kranken Kinder muss man nicht zu irgendwas zwingen“, sagt sie. An der Beliebtheit mancher Spiele-Klassiker hat sich in den letzten zwanzig Jahren nicht viel geändert: „Uno und vor allem Mensch ärgere dich nicht wird auch heute noch sehr gerne gespielt“, meint Hammerich.

 So ist es auch am Tag unseres Besuches. Opa Buß und Oma Hammerich würfeln mit Luca-Danielle (12) und Kiara (13) eine Stunde um die Wette. Am Ende setzt Kiara als erste alle Spielfiguren in ihre Zielfelder. Das Wichtigste beim Spielen ist aber, dass alle dabei die Zeit vergessen haben.

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