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Ein absoluter komödiantischer Genuss

Premiere der Niederdeutschen Bühne Ein absoluter komödiantischer Genuss

Mit einem echten Kracher ist die Niederdeutsche Bühne Neumünster (NBN) in ihre 94. Spielzeit gestartet. Die Komödie „Twee as Bonnie un Clyde“ (Zwei wie Bonnie und Clyde) sorgte für nicht enden wollende Lachsalven im Publikum.

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Das Gaunerpärchen sorgte für Lachsalven.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Der absolute Wahnsinn, saukomisch, eine irre Dynamik - schon in der Pause zeigten sich am vergangenen Freitag die Gäste der Premiere in der Studio-Bühne hellauf begeistert. Es wurde gelacht und manch eine der lustigen Szenen fröhlich nachgespielt. Die Handlung ist schnell erzählt: Manni und Chantal träumen davon, genauso berühmt zu werden wie das legendäre Gaunerpärchen Bonnie und Clyde. Sie haben sich einen Plan ausgeheckt, wie sie eine Bank in Bönebüttel ausrauben können. Doch der erste Überfall geht in die Hose. Anstelle der Einkaufstüte mit dem erbeuteten Geld schnappt sich Bonnie die Einkaufstüte einer Kundin. Darin befinden sich statt der Knete ein Pfund Kaffee, zwei Fertiggerichte und Toilettenpapier. Auf der Flucht landet das schusselige Duo schließlich in einem Lager eines Schuhgeschäftes. Dort stellen sie ihr Missgeschick erst fest. Doch aufgeben ist nicht. Ein zweiter Überfall wird ausgeheckt. Da Bonnie mehr als begriffsstutzig ist, wird der Ablauf immer wieder geprobt. Doch auch die Wiederholung geht schließlich daneben. Andere Bankräuber waren vor den beiden vor Ort. Wieder gibt es keine Beute. Sie bleiben auch bei weiteren Versuchen glücklos.

Fantastisch aufgelegt zeigte sich Carina Thomsen in ihrer Rolle als höchst begriffsstutzige Bonnie. Genial wie die Darstellerin in den „Probeüberfällen“ durch ihre authentisch gespielte Dusseligkeit ihren Komplizen Clyde schier zur Verzweiflung und das Publikum zum Lachen brachte. Andreas Kirschner stand ihr dabei in nichts nach. Zunächst resolut auftretend und sich über die Dämlichkeit aufregend, wechselte Kirschner gekonnt die Farbe seines Spiels und gibt seiner Rolle eine unsichere Variante, die schließlich wiederspiegelt, dass  Clyde auch nicht besonders viel Gehirnschmalz hat. Fazit: Ein absoluter komödiantischer Genuss.

 

Die weiteren Aufführungen: 29., 27., 28. September, Studio-Bühne (Klosterstraße), jeweils 20 Uhr; 28., 29., 30. September, Stadthalle (Kleinflecken), jeweils 20 Uhr; 1. Oktober, 20 Uhr, 2. Oktober, 16 Uhr, jeweils Studio-Bühne.

Karten im Vorverkauf: Auch & Kneidl (Großflecken),. Tel. 04321/44064; im Internet: www.ticket-regional.de/nbn (Hotline: 0651/9790777.

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