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Zum Geburtstag gibt’s Erweiterungspläne

Fachklinik Hahnknüll wird 40 Zum Geburtstag gibt’s Erweiterungspläne

Für 4,4 Millionen DM erwarb der DRK-Kreisverband Neumünster 1975 das Gebäude und Gelände des Altersheims Hahnknüll von der Stadt, um dort ein Jahr später die erste wohnortnahe Psychiatrie in Schleswig-Holstein zu verwirklichen. In diesem Jahr feiert die Fachklinik ihr 40-jähriges Bestehen.

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Dr. Christoph Werner leitet beim Übergang ins fünfte Jahrzehnt die DRK-Fachklinik Hahnknüll mit 200 Plätzen und knapp 200 Mitarbeitern als Geschäftsführer.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Das Sonderkrankenhaus an dem Standort, auf dem schon vor dem Ersten Weltkrieg die Kaiserliche Marine eine Funkstation betrieben hatte, ging mit 96 Betten an den Start. Fünf Jahre später kam eine Tagesstätte für geistig behinderte Jugendliche dazu, ein Jahr später die Halle für den frisch gegründeten DRK-Fahrdienst. Und wieder ein Jahr später wurde das Pflegeheim für geistig Schwerst- und Mehrfachbehinderte mit 48 Plätze und Sporthalle eingeweiht.

 Die 1989 gegründete Tagesklinik zog bereits ein Jahr später in Richtung Innenstadt in die Moltkestraße. Weitere Meilensteine in der Entwicklung: 1992 mutierte das Sonderkrankenhaus zur Fachklinik Hahnknüll für Psychiatrie. 2002 ging im Zuge eines Kooperationsvertrages die ärztliche Leitung an das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Gestalt von Chefarzt Prof. Hans-Christian Hansen über.

 Zum 40. Geburtstag kann die Einrichtung eine beachtliche Bilanz ziehen. Die akute psychiatrische Klinik um fasst 30 Betten. Außerdem gibt es drei Heimbereiche: den Wohnbereich für psychisch Kranke und Schwerstbehinderte mit drei Stationen und 60 Plätzen; den Gerontopsychiatrischen Bereich mit 60 Plätzen auf drei Stationen. „Und den kombinierten Wohnbereich für psychisch Kranke und Eingliederungsbereich mit 50 Plätzen. Die Mitglieder der Wohngruppen werden entweder auf dem Gelände beschäftigt oder suchen tagsüber Arbeitsplätze in der Stadt auf“, schildert Geschäftsführer Dr. Christoph Werner.

 Außerdem wird seit 2011 gemeinsam mit dem FEK die neue Tagesklinik an der Parkstraße betrieben, wo früher das Textilmuseum stand. Werner: „Wir sind auf unseren 34 Plätzen total überfüllt, dem FEK geht es genauso.“ Deshalb wurde beim Sozialministerium ein Antrag auf Erweiterung gestellt. „Wir wollen ein Grundstück möglichst in der Nähe erwerben und sind auch guter Hoffnung.“

 Dazu kommen die ambulante Pflege, der Hausnotruf, Küche und Catering mit bis zu 600 Mittagessen in Spitzenzeiten, die Beschäftigungstherapie und zehn Plätze für ambulante Patienten. Das ganze Programm stemmt eine Belegschaft von knapp 200 Kräften.

 Das Sommerfest zum Jubiläum steigt am 18. Juni. Im Juli soll zum Tag der offenen Tür der Erinnerungs-Garten für Demenzpatienten eingeweiht werden. Der offizielle Festakt mit dem ehemaligen Geschäftsführer Herbert Möller als einem Hauptredner ist für den 23. September geplant. Und zwei Tage zuvor ist ein Psychiatrie-Symposion angesagt. Thema: wohnortnahe Psychiatrie, die am Anfang der Fachklinik stand.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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