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Pannen: Ratsversammlung zieht um

Neumünster Pannen: Ratsversammlung zieht um

Die nächste Sitzung der Ratsversammlung von Neumünster wird in die Stadthalle verlegt. Eigentlich sollte sie wieder im Begegnungszentrum "Kiek in" stattfinden, aber dort ging bei der letzten Sitzung zu viel schief: schlechter Ton, falsche Bestuhlung, wackeliges Rednerpult, zu wenig Schnittchen.

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Kein Platz: SPD-Ratsherr Bernd Delfs (rechts) stand ratlos in der letzten Ratssitzung im Saal, weil kein Platz für ihn war. Pressesprecher Stephan Beitz half ihm bei der Suche.

Quelle: Thorsten Geil

Neumünster. Eigentlich sollte auch die nächste Sitzung der Ratsversammlung am 12. Dezember in der Begegnungsstätte Kiek in stattfinden. Doch nach der misslungenen Premiere vor zwei Wochen hat Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger (CDU) nun lieber in die Stadthalle eingeladen. Hinter den Kulissen hat es offenbar gerumst.

Hintergrund ist die Sanierung des Ratssaals im Rathaus. Dort wird bis Ende des Jahres eine neue Klimatisierung installiert. Als das bekannt wurde, waren als Ausweichquartiere für die November- und die Dezember-Sitzung zunächst der große Saal im Kiek in und die Stadthalle im Gespräch. Verwaltung und Stadtpräsidentin entschieden sich für das Kiek in, denn schließlich finden in dem großen Saal im dritten Stock regelmäßig Parteitage, Feste und andere Großveranstaltungen statt. Das gilt allerdings auch für die Stadthalle.

Schon zu Beginn der Ratssitzung am 21. November kamen den Ratsmitgliedern erste Zweifel an der Entscheidung für das Kiek in. Die Sitzplätze waren in merkwürdigen Vierergruppen angeordnet, die Fraktionsstärken bei der Sitzordnung nicht berücksichtigt worden, die Lautsprecheranlage fiel zeitweilig aus. Selbst das Podest für das Rednerpult wirkte recht wackelig. Ratsherr Jonny Griese (Linke) sprach lieber vom Saalmikrofon aus: „Ich habe zwar eine Unfallversicherung, aber da klettere ich nicht rauf.“

Richtig ärgerlich wurde es für einige Ratsmitglieder in der Pause: Da gibt es traditionell eine Stärkung, aber die Schnittchen reichten bei weitem nicht aus. Das lag aber weniger am Kiek in als vielmehr an der Bestellung: Die Stadt hatte schlicht nicht genug Brote geordert. Denn anders als im Rathaus saßen die Zuschauer hier mit im Saal und bedienten sich am Buffet; das war dann zügig geleert. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd Kühl beschwerte sich anschließend lautstark beim Servicepersonal, was im Haus gar nicht gut ankam.

Die Summe der Probleme hat die Stadtpräsidentin dazu gebracht, lieber den Tagungsort zu wechseln. „Im Kiek in hat nicht alles geklappt. Da außerdem am 12. Dezember der große Saal nicht zur Verfügung steht, verlegen wir die Sitzung lieber in die Stadthalle“, sagte Anna-Katharina Schättiger.

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Ein Artikel von
Thorsten Geil
Chefreporter Neumünster

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