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Dygutsch reinigt wirklich alles

40. Firmengeburtstag Dygutsch reinigt wirklich alles

Der Slogan „Wir reinigen (fast) alles“ ist nicht übertrieben. Die Neumünsteraner Firma Dygutsch, die am Freitag ihr 40-jähriges Bestehen feiert, macht sich um große wie kleine Teile verdient: von Segeln einer Hochsee-Jacht bis zur Unterwäsche aus dem Altenheim wird hier alles wieder sauber.

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Lothar Dygutsch (rechts) und Marvin Annuschat vor einem der Herzstücke: In den blauen Trocknern kommt an, was zuvor die zehn Meter lange Waschmachine durchlaufen hat.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Die Firmen-Story begann am 3. Mai 1976, als Seniorchef Erhard Dygutsch, zuvor in Diensten der Bundeswehr, die Wäscherei Krause in der Christianstraße übernahm. Mit drei Halbtagskräften (zehn Jahre später waren es schon 18 in Vollzeit) wurden Kunden wie Gaststätten und Privathaushalte beliefert.

 1987 eröffnete der Zweitbetrieb Textilreinigung (Polstermöbel, Teppiche) in der Kieler Straße. Beide wurden 1993 im 2000 Quadratmeter großen Neubau an der Bunsenstraße zusammengeführt. Dann die bittere Erfahrung: Zwei neue Partner wirtschaften die Wäscherei in den Konkurs. Für den 1997 in die Geschäftsführung eingestiegenen Junior Lothar die Chance: Ein Jahr später erwirbt er die Insolvenz geratene Wäscherei.

 Die stark eingebrochenen Umsätze kompensiert er durch Gewinn neuer Kunden, steigert die Auftragszahlen im Altenheimbereich kontinuierlich. „Mit dem Hospital zum Heiligen Geist in Poppenbüttel ist Norddeutschlands größtes Altenpflegeheim seit 1999 unser Kunde.“ Die Vorhänge für 4000 Fenster des Kieler Uni-Klinikums landen auch bei Dygutsch in der Maschine.

 Ökologische Waschtechnik hält an der Bunsenstraße Einzug. Ein Herzstück des Betriebs ist die zehn Meter lange Waschmaschine, die im Dreieinhalb-Minuten-Takt 40-Kilogramm-Ladungen in die Zentrifuge entlässt, per Förderband geht es weiter in drei Trockner.

 In die 270-Kilogramm-Waschmaschine passen zwar acht Schaumstoffmatratzen auf einmal, ein Großposten Pferdedecken oder Zelte, aber für die Segel einer Admirals-Cup-Jacht war die Trommel doch zu klein. „Die haben wir auf dem Fußboden ausgebreitet und mit Großreinigungsgeräten das Salz abgetragen“, erinnert sich Dygutsch.

 Längst erstrecken sich die Tätigkeitsfelder auf Prüfung und Wiedereinbau elektronischer Geräte nach Bränden auf Jachten bis nach Dänemark, Sanierung von Einbauküchen und Aufräumungsarbeiten nach Hausbränden und Wasserschäden. Mietwäsche und Wäscherei machen etwa 60 Prozent aller Aufträge aus. Das ist der eine Unternehmenspart. Der zweite, für den die Dygutsch GmbH verantwortlich zeichnet, steuert 15 Prozent im Bereich Textilreinigung und 25 Prozent durch Schadenssanierung bei.

 Gemeinsam mit dem heute noch aktiven Senior sind Lothar Dygutsch und 85 Mitarbeiter stolz auf einen Jahresumsatz von 3,8 Millionen Euro beider Betriebe.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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