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Jede Schürze hat ihre Geschichte

Museum Tuch + Technik Jede Schürze hat ihre Geschichte

Weil so viel über Sozial- und Alltagsgeschichte (auch von Männern) erzählen kann, steht und hängt sie im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im Museum Tuch + Technik: „Angebandelt – Ein Date mit der Schürze“.

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Ute Dwinger mit einer feinen, in zarten Farben bestickten Baumwoll-Latzschürze. Auf der Wäscheleine: Schürzen, Schürzen, Schürzen...

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Ohne Ute Dwinger wäre das nie zustande gekommen“, sagt Museumschefin Astrid Frevert. Die Schürzensammlerin und Landfrau aus Schmalfeld wurde seit Jahren „immer mal wieder“ vorstellig im Museum. „Wir tendierten eigentlich eher zu einem Vortrag.“ Dann berichtete Museumspädagogin Karin Ruhmöller auf einer Bundestagung einer Kollegin von der Schürzen-Ausstellungs-Idee, die sie nicht mehr losließ. „Wenn Ihr genug Material habt und jemanden, der dazu was erzählen kann? Die Konzeption für die Ausstellung mach ich mit meinen Studenten an der Uni Regensburg“, versprach die Kulturwissenschaftlerin.

 „Das Gespräch mit den Studenten fand ich total schön“, gestand Dwinger, als sie wieder zurück war aus dem bayerischen Deggendorf, wo die Schürzen-Ausstellung ihre Premiere hatte. Seit Freitag sind die Exponate, angereichert um einen „norddeutschen“ Touch, in Tuch + Technik zu bewundern. Durch einen Aufruf des Museums kamen in Neumünster noch 27 weitere Schürzen-Schenker und -leihgeber dazu. Einzige Bedingung dabei: Zu der Schürze musste jeweils eine Geschichte gehören.

 „Die gehen bisweilen unter die Haut. Wie die von dem elfjährigen Mädchen, das seiner Mutter auf dem Totenbett versprach, deren angefangene Schürze fertig zu sticken“, berichtet Frevert. Bis auf die rein dekorativen „Tändel“-Exemplare haben alle Schürzen etwas gemeinsam: Sie sollten die Kleidung schützen, erst recht als Waschmaschinen noch nicht verbreitet waren. Dazu gab es lederne Berufsschürzen für Schmiede, Sattler und für Schuhmacher.

 Die Ausstellung ist bis zum 5. Februar kommenden Jahres zu sehen; die erste Führung für „Sonntagskinder“ beginnt am 6. November, 14 Uhr.

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