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Spinnerei soll wieder laufen

Museumsförderer planen Spinnerei soll wieder laufen

Noch ist es ein Traum, aber mit Hilfe des Museums-Fördervereins könnte er wahr werden: Die mehr als 150 Jahre alten Maschinen der Spinnerei Wiese aus Uetersen sollen im Museumsdepot an der Klosterstraße wieder laufen – reaktiviert unter Mithilfe des ehemaligen Besitzers Wilfried Wiese.

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Reinhold Wuttke und Museumschefin Astrid Frevert auf einer der Spenden-Boxen für den guten Zweck.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Zurzeit ist die Einhausung der Maschinen in der ehemaligen Werkhalle der einstigen Textilfachschule durch die Projektschule des Ausbildungsverbundes so gut wie abgeschlossen“, berichtete den Museumsförderern am Montagabend bei der Jahresversammlung Vorsitzender Reinhold Wuttke. Damit sollen die Maschinen besser geschützt werden vor Temperaturschwankungen und auch Feuchtigkeit in der unbeheizten Halle. Gleichzeitig entsteht durch das Einziehen mehrerer „Großregal“-Ebenen auch mehr Platz für alle deponierten Exponate.

 Die Spinnerei, die bis zum 18. März 2000 als Familienbetrieb in beengten Verhältnissen in einem „Einfamilienhaus“ betrieben wurde, soll zudem möglichst wieder aktiviert werden. „Uns läuft die Zeit davon, Herr Wiese ist schon über 80 Jahre alt“, stellte Wuttke fest. Denkbares Projekt: Man würde ihn für jeweils mehrere Stunden nach Neumünster abholen, so dass er gemeinsam mit Anja Gottschalk, der Spinnerei-Expertin des Museums, „seinen“ Maschinenpark wieder flott machen könnte.

 Wiese hatte die Spinnerei dem Museum Tuch + Technik vermacht, wo sie ab Herbst 2007 mehrere Monate auf der Sonderausstellungsfläche auch in Aktion zu sehen war. Wiese hatte in Neumünster bei „Juba“ (Julius Bartram) gelernt; sein Krempelsatz wurde bei Köster in Neumünster gebaut. Für Wiese war völlig klar, dass die Maschinen nach Neumünster gehen würden.

 Großes Lob zollte Museumschefin Astrid den Fördermitgliedern, ohne die Depot-Betreuung, Bewirtung bei Vernissagen und Aufsicht bei kostbaren Ausstellungen nicht so reibungslos klappen würden. „Ihr Einsatz hat mit dazu beigetragen, dass wir im vergangenen Jahr die Zertifizierung erhalten haben.“

 Für die nächste große internationale Quilt-Ausstellung „Color Improvisations 2“, kuratiert von der US-amerikanischen Quilt-Ikone Nancy Crow, die auch eigene Werke beisteuert, erwartet Museumschefin Frevert gleich zur Eröffnung einen Riesenandrang. „Bitte tragen Sie sich baldmöglichst in die Listen ein. Kann sein, dass 50 Leute kommen am 12. März, es können aber auch 300 sein.“

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