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Abschied für Stadtrat Humpe

Nach 20 Jahren Abschied für Stadtrat Humpe

„Die Wortbeiträge gingen runter wie Butter“, versicherte bei seiner Verabschiedung Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. Und gab einen Teil des Dankes gleich weiter: „Bewegen konnten wir nur etwas mit engagierten, anpackenden Mitarbeitern.“

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Günter Humpe-Waßmuth (links) hatte darum gebeten, dass der scheidende SPD-Fraktionschef ihn im Namen der Ratsversammlung verabschiedet. Deshalb hatte Uwe Döring seine Mandatsrückgabe extra verschoben.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. In deren Namen hatte Kulturamtsleiterin Johanna Göb vor 130 Gästen im Museum Tuch + Technik versichert: „Auf diesen Chef war stets Verlass!“ Alle hielten sich übrigens an Humpes drei Wünsche zum Abschied in den Ruhestand: „Keine Geschenke, keine langen Reden, viel Kultur!“

 Laut OB Olaf Tauras werden zwei Humpe-Maximen auch weiterhin Bestand in der Verwaltung haben: „Eine Besprechung sollte nach einer Stunde zu Ende sein, eine thematische Fakten-Übersicht eine Seite nicht überschreiten. „Wir werden Sie vermissen“, attestierte der OB und erinnerte: „Herr Humpe wird uns im Aufsichtsrat des Krankenhauses erhalten bleiben.“

 Noch SPD-Chef Uwe Döring, den Humpe um die Abschiedsrede gebeten hatte, bestätigte dem angehenden Pensionär ein großes Herz für das Soziale, wegweisende Projekte wie die Jugendberufsagentur, einen großen Beitrag dazu, dass es den Club 88 nicht mehr gibt. Und erinnerte, dass Humpe nicht zuletzt gegen „heftige Widerstände in der Rathaus-Chefetage“ das Museum („Das Gedächtnis der Stadt!“) durchgesetzt habe.

 Seine Amtsführung sei „unverwechselbar, lernfähig, nicht beratungsresistent und Konsens orientiert“ gewesen, sagte Döring. Und ulkte: „Sie war auch vom Palaverprinzip geprägt. Das Gegenüber hat zuletzt immer Ja gesagt - ob nun aus Überzeugung oder Erschöpfung.“

 Humpe selbst sprach zuletzt noch ein Problem an: „Verwaltung gerät zu häufig in den Verdacht, die Politik unterlaufen zu wollen.“ Er mahnte - ähnlich wie Uwe Döring vor wenigen Wochen in seiner letzten Ratsversammlung - eine stärkere Verzahnung von beiden an. „Politik gibt die Ziele vor, Verwaltung setzt sie verantwortlich um. Lob ist ein guter Motivator.“

 Groß war Humpes Freude über das Kulturprogramm des Abends. Der Jugendtheaterclub mit seiner Kostprobe aus einem sehr modernen Hamlet dürfte ihm Lust auf die Premiere am 13. Juni in der Stadthalle gemacht haben.

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