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Hoher Sieg für Tauras

OB-Wahl in Neumünster Hoher Sieg für Tauras

Um 18.52 Uhr brandete Jubel auf: Amtsinhaber Olaf Tauras hat am Sonntag bei der Oberbürgermeisterwahl in Neumünster mit 59,8 Prozent den direkten Wahlsieg deutlich geschafft. Seine Unterstützer von CDU, FDP und Grünen feierten den Sieg des parteilosen 47-Jährigen.

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Ein erster Kuss von Britta Remmert, der Frau an seiner Seite: Olaf Tauras hat die OB-Wahl in Neumünster gewonnen und bleibt damit Rathaus-Chef.

Quelle: Beate König

Neumünster. Die Herausforderin von der SPD, Elke Christina Roeder, zeigte sich enttäuscht von ihrem Wahlergebnis, das mit 34,5 Prozent genau der Höhe der niedrigen Wahlbeteiligung entsprach. Hinter beiden liegt ein intensiver Wahlkampf.

Knisternde Spannung herrschte bei der Präsentation der OB-Wahlergebnisse nach 18 Uhr im Neuen Rathaus am Großflecken. Nach und nach trudelten die Ergebnisse aus den 45 Wahllokalen ein. Dass der Trend für Tauras spricht, wurde schnell deutlich. Vor allem bei den Sozialdemokraten gab es lange Gesichter. Kritik an „unserer“ Kandidatin wurde allerdings kaum laut. Der Kreisverband habe geschlossen hinter Elke Christina Roeder gestanden, versicherte Kirsten Eickhoff-Weber, Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Einen dicken Kuss bekam OB Olaf Tauras von seiner Partnerin Britta Remmert als erster Gratulantin. Aufreibende Wochen liegen hinter dem Verwaltungschef. Neben den Amtsgeschäften machte Tauras auch noch Wahlkampf. Seit im November 2014 die SPD in Neumünster ihre Kandidatin Elke Christina Roeder auf den Schild gehoben hatte, verschärfte sich der Ton in kommunalpolitischen Gremien merklich. Zeit für Urlaub hat der OB jetzt allerdings nicht: „Vielleicht ein paar Tage im Juni.“ Mit der Neugestaltung der Innenstadt stehen große Themen auf der Agenda.

Elke Christina Roeder räumte ihre Wahlniederlage ein und gratulierte Tauras kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses. Die Herausforderin zeigte sich in den zurückliegenden Monaten als engagierte Wahlkämpferin: „Wir hatten ein tolles Team und gute Themen – das hat Spaß gemacht.“ Die niedrige Wahlbeteiligung insgesamt und ganz besonders in sozialen Brennpunkten der Stadt kann Roeder nicht verstehen. Denn gerade diese Menschen mit großen Problemen, sollten doch wählen gehen. Einen „Plan B“ habe sie nicht gehabt, sagte die Kandidatin auf die Frage nach ihrer persönlichen Zukunft.

3,2 Prozent Stimmen entfielen am Sonntag auf Sven Schmidt. Der Diplomkaufmann aus Scharbeutz stand als Einzelbewerber auf dem Wahlzettel, ging aber als Bewerber für die Alternative für Deutschland (AfD) auf Stimmenfang. Die Partei ist nicht im Rat vertreten und kann auf keine große lokale Basis zurückgreifen. Mark Michael Proch, Ratsherr der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), kam auf 2,6 Prozent der Stimmen. NPD-Wahlkampfaktionen stießen auf engagierten Widerstand des Bündnisses gegen Rechts.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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Olaf Tauras’ Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl in Neumünster ist keine große Überraschung. Seit 2009 hatte der 47-Jährige das Rathaus fast geräuschlos geführt. Trotz seiner Parteilosigkeit konnte er mit CDU und FDP das bürgerliche Lager hinter sich scharen, und sogar die Grünen unterstützten den Pragmatiker aus dem Rathaus. Der Wahlkampf hat allerdings Themen auf die Agenda gesetzt, die der OB und der Rat nicht ignorieren sollten.

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