13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Kasernen-Umbau kostet 2,3 Millionen

Zentrum für Flüchtlinge Kasernen-Umbau kostet 2,3 Millionen

Neue Zahlen zum Thema Flüchtlinge servierte Oberbürgermeister Olaf Tauras im Finanzausschuss am Mittwochabend. Für das neue Willkommenszentrum in der ehemaligen Hindenburg-Kaserne müssen im Nachtragsetat 2,3 Millionen Euro eingestellt werden. Die geplante Stellenaufstockung um 19,5 für die Klientel der unbegleiteten Jugendlichen reduziert sich auf nur noch acht.

Voriger Artikel
Mit dem Debüt erfolgreich: Jonas Lüscher
Nächster Artikel
Musikschule auch für ältere Semester

Diesen Trakt der ehemaligen Hindenburg-Kaserne an der Färberstraße nahe Einmündung Schubertstraße schlägt die Verwaltung als Standort für das Willkommenszentrum für Flüchtlinge vor.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster.. Da die Stadt durch die geänderte Aufnahmeverordnung des Landes Flüchtlinge dauerhaft erst ab Januar 2017 und nicht schon ab Oktober 2016 aufnehmen muss, verringert sich der erste Nachtragshaushalt um rund 600000 Euro. Durch die Umbaukosten für „Hindenburg“ verschlechtert sich der Entwurf allerdings wieder um 1,7 Millionen Euro. Das geplante Defizit von 11,4 Millionen wird sich jetzt auf 13,1 Millionen belaufen.

 Besagte 2,3 Umbau-Millionen wird die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümer der Alt-Kaserne nach bisherigen Gesprächen im Jahr 2017 erstatten. „Die beiden Gebäude an der Färberstraße sind in den 90er Jahren als Rohbau auf den Standard Kaserne 2000 vorgerüstet worden“, erklärte Tauras.

 Zum Ausbau gehören neben den Unterkünften für 80 Flüchtlinge, die dort etwa vier Wochen bleiben, bis ihnen anderer Wohnraum zugewiesen werden kann, auch Büros für 30 Mitarbeiter von Einrichtungen wie Jobcenter und Allgemeinem Sozialen Dienst. Für die Betreuung der Wohneinheit soll per Ausschreibung eine Einrichtung wie AWO oder Diakonie gewonnen werden, „die das schon kann“.

 Auch wenn die Flüchtlinge erst drei Monate später kommen, sieht der Verwaltungschef zeitlich „Not am Mann“. Baulich müsse sofort losgelegt werden. „Und wir sind froh, dass wir drei Monate mehr Zeit haben, um Personal zu suchen und einzuarbeiten.“

 Was die „unbegleiteten minderjährigen Ausländer“ (so der neue Terminus) betrifft, hat das Land Unterstützung für die immense Zahl der Altfälle in Neumünster, eine Stelle für die Koordinierung und einen Abhol-Service durch die Umverteilungs-Kommunen zugesichert. Daraufhin hat der Allgemeine Soziale Dienst nochmals mit spitzem Stift gerechnet und ist auf „einen absoluten Basisbedarf“ von acht zusätzlichen Planstellen gekommen.

 Das neue Willkommenszentrum wird am 22. März Thema einer Stadtteilbeiratssitzung für Böcklersiedlung-Bugenhagen sein; gleich nach der Osterpause ist eine weitere Informationsrunde für die unmittelbaren Anwohner geplant, versicherte der OB. SPD-Fraktionschef Uwe Döring hat bereits angekündigt, man werde darauf achten, dass Flüchtlingsbetreuung und Wohnraumversorgung weitgehend von freien Träger und Wohnungsbauunternehmen wahrgenommen würden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3