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Weltpremiere mit Nancy Crow und Quilts

Museum Tuch + Technik Weltpremiere mit Nancy Crow und Quilts

Eine Weltpremiere erlebt derzeit Neumünster: Mit Color Improvisations 2, einer von der US-Quilt-Ikone Nancy Crow organisierten und kuratierten Ausstellung internationaler Quilt-Kunst ihrer Schülerinnen, erfüllt ein wahres Feuerwerk von Formen und Farben das Museum Tuch + Technik am Kleinflecken.

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Energiebündel Nancy Crow mit Museumsdirektorin Astrid Frevert (links) und ihrer japanischen Schülerin Ayako Yamabayashi vor ihrem eigenen Quilt „Riff # 4: Calm“ im Museum Tuch + Technik.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Ihre erste Begegnung hatten Crow, die zu den renommiertesten Textilkünstlerinnen der Gegenwart gehört, und Tuch & Technik noch „anonym“. Als Ausstellungskoordinatorin Ginie Curtze aus Konstanz ihr von einem kleinen, feinen Museum rund um Tuch und deren Technik in Norddeutschland erzählte, beschloss sie anno 2012 spontan: „Dann erlebt unsere jüngste Ausstellung dort ihre Weltpremiere.“

 Diesmal hatte die 72-Jährige, deren Werke unter anderem im Museum of Modern Art in New York hängen, weltweit 51 Schülerinnen, die in ihrer „Scheune“ in Ohio studierten, aufgefordert, Quilts für den Wettbewerb einzureichen. „Bis zu fünf Arbeiten, mindestens zwei mal zwei Meter groß, individuelle Komposition, intensiv gequiltet lauteten die Kriterien“, berichtet Museumspädagogin Karin Ruhmöller.

 Anhand von Fotos wählte Crow die besten 50 Arbeiten von 44 Künstlerinnen aus. Das zweitschönste am Tag der Eröffnung war das begeisterte und herzliche Wiedersehen von 42 Künstlerinnen und ihrer Lehrmeisterin. Allein aus den USA und Kanada waren mehr als 20, zum Teil mit Familienbegleitung, gekommen. In der Nacht landete der Flieger von Ayako Yamabayashi aus Japan. Der Rest stammt aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich.

 „Für uns ist das eine wahnsinnig große Nummer“, gab Ruhmöller zu. Erst eine Woche vorher waren die Arbeiten eingetroffen. Die gehängte Reihenfolge der Exponate veränderte Crow nur geringfügig. Ruhmöller: „Einige Künstlerinnen hatten Tränen der Dankbarkeit in den Augen, wie gut alle Werke hier platziert sind und zur Geltung kommen.“

 In Neumünster macht die Ausstellung sechs Monate Station, bevor sie auf Tournee durch Europa geht und dann in den USA zu sehen sein wird. Durch den vielfach verwendeten Begriff „Art-Quilts“ fühlt Crow sich fast in ein Ghetto gesteckt. „These quilts are art!“ steht für sie seit Jahrzehnten felsenfest. Um die Anerkennung dieser Kunst, für die auch Museumsdirektoren „oft nicht das gute Auge haben so wie Frau Frevert“ werde sie bis an ihr Lebensende kämpfen, versicherte das Energiebündel aus Ohio.

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