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Neues Standbein für Modehaus

Nortex-Pläne im Beirat Neues Standbein für Modehaus

Frühzeitige Bürgerbeteiligung war angesagt zum Bebauungsplan 123 Gewerbegebiet Grüner Weg. Die Wittorfer Bürger hatten nichts auszusetzen an den Plänen des Modehauses Nortex, das keine Erhöhung der Verkaufsfläche, sondern eine Umsortierung der Sortimentsstruktur plant.

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Geschäftsführerin Ingrid Först auf dem kleinen nördlichen Parkplatz: Wo die Fassade in ihrem Rücken weiß ist, soll der Anbau erfolgen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Das betonte Katrin Loescher-Samel von der Stadtplanung, die die Pläne am Mittwoch im Stadtteilbeirat vorstellte. Und so lautet auch der Ratsbeschluss, der im Juni 2014 nach langer kommunalpolitischer Diskussion gefallen war. Auf den maximal 14700 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen künftig Flächen für sogenannte Innenstadt relevante Sortimente mit festgelegten Obergrenzen möglich sein: 1600 Quadratmeter für Schuhe, jeweils 800 Quadratmeter für Reisebedarf, für Lederwaren, für Parfümerie- und Drogerie und 2200 Quadratmeter Getränkemarkt als Ergänzung für den Edeka-Markt.

 Nortex, überregional bekannt als Bekleidungsspezialist für Sonder- und Übergrößen, will dieses Angebot auch im Sortiment Schuhe fortsetzen. „Der Textilbereich ist gesättigt, wir brauchen andere Standbeine. Der Anbau lohnt sich nur, wenn wir auch tatsächlich 1600 Quadratmeter Schuhe machen dürfen“, erklärte Geschäftsführerin Ingrid Först. „Was bei uns an Verkaufsfläche durch den nach Nordwesten geplanten Anbau auf dem bisherigen kleinen Parkplatz dazu kommt, ist bereits in den seit langem genehmigten 14700 netto Quadratmetern Verkaufsfläche enthalten, die wir bisher nie voll ausgenutzt haben.“

 Der Anbau ist maximal zweigeschossig geplant. Die Stellplatzanlage zum Grünen Weg bleibt. Vom ehemaligen Teppichwerk Neumünster hat Nortex eine 6000 Quadratmeter große, nordwestlich angrenzende Fläche erworben, die laut Först bereits als Parkplatz genehmigt ist. „Nortex soll Nortex bleiben und kein Fachmarkt- oder Einkaufszentrum werden“, sagte Loescher-Samel. Für den B-Plan würden drei Schwerpunkte gesetzt: Bekleidung, Güter des täglichen Bedarfs und Getränke- und Drogerieartikel. Genau wie mit dem Designer Outlet Center und der Holsten-Galerie werde mit Nortex ein städtebaulicher Vertrag erarbeitet, der dauerhaftes Mentoring vorsieht, um die Einhaltung der Sortimentsfestsetzungen zu überprüfen.

 SPD-Ratsherr Bernd Delfs mahnte die Bauverwaltung, den Ratsbeschluss genauestens einzuhalten und nicht „etwas hineinzuinterpretieren“. Wenn es nicht zur exakten Umsetzung komme, werde die SPD sich vorbehalten, die Kommunalaufsicht einzuschalten.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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