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Drei Wochen „Zu Fuß zur Schule“

57 Klassen machen mit Drei Wochen „Zu Fuß zur Schule“

Jordan (10) aus der 4b radelt jeden Tag zur Mühlenhofschule – nicht nur während der dreiwöchigen Aktion „Zu Fuß zur Schule“. Deren Ziel ist: Kinder sollen sich nicht mit der Eltern-Kutsche zur Schule fahren lassen, sondern auf eigenen Füßen verkehrssicheres Verhalten einüben.

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Jordan (10) freut sich über den nächsten Stempel von Klassenlehrerin Heike Kuschel im Heft; Banknachbarin Dylara (10) wird jeden Tag vom Vater zur Schule gefahren.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Sieben Neumünsteraner Grundschulen sind bei der fünften Aktion dabei, 57 Klassen machen mit“, sagt Heike Dörner, Kreisfachberaterin für Mobilitäts- und Verkehrserziehung. Dabei tun sie nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern sorgen darüber hinaus für eine gesündere Umwelt, wenn Mama oder Papa das Auto nicht extra für die Schulfahrt starten. In der 4b der Mühlenhofschule sind fast alle Schüler täglich zu Fuß unterwegs. Shayan (9) hat das Glück, dass sie schon immer mit seinem älteren Bruder mitgehen konnte. Joeline (10) wird fast immer von den Eltern zur Schule gebracht. „Aber zu Fuß.“ Wiktoria (10) berichtet: „Ich bin seit der ersten Klasse immer allein gegangen.“ Und Elyas macht das schon seit dem Kindergarten so. „Ich hab aber auch nur 500 Meter“, sagt der Neunjährige.

 Dörner findet es gut, wenn Eltern die Aktion mittragen, „auch wenn es aufwändiger ist, den Weg zur Bushaltestelle zu trainieren und eine Karte zu kaufen.“ Dass der Fußweg zur Schule der gefährlichere ist, stimmt nicht, erklärt Dörner den Kindern. „Die Unfallkasse hat herausgefunden, dass mehr Sechs- bis Zehnjährige als Mitfahrer im Auto in Unfälle verwickelt werden, als diejenigen, die selbst zur Schule gehen.“ Und das richtige Verhalten im Straßenverkehr, zum Beispiel möglichst an Ampeln die Straße überqueren, kann man sich eben nicht so gut hinter der Windschutzscheibe „ersitzen“.

 Für jeden Fuß-Schulweg-Tag bekommen die Kinder einen Stempel in den Aktionspass, den Neumünsters Stadtwerke sponsern. Und Preis winken obendrein. „Für die beste Klasse gibt es einen Nachmittag im Bad am Stadtwald und Pommes“, verspricht ÖPNV-Chefin Sonja Kessal. Weitere Preise: ein Besuch im Museum Tuch + Technik (den hatte die 4b im vergangenen Jahr gewonnen) und einen Ausflug ins Dosenmoor.

 Außerdem ist Heike Dörner gespannt, wie viele „Kindermeilen“ aus der Neumünsteraner Aktion sie der nächsten Klimaschutzkonferenz im Marrakesch melden kann. Im vergangenen Jahr kamen in der Stadt immerhin 12500 zusammen.

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