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Es perlt endlich wieder im Glas

Ein Bier für Neumünster Es perlt endlich wieder im Glas

Da braut sich etwas zusammen! 30 Jahre nachdem das letzte Bier in Neumünster in der Holsten-Brauerei abgefüllt worden ist, perlt es wieder im Glas. Carsten Hegenberg und Malte Reents hatten die Idee, ein eigenes Neumünster-Bier zu brauen: das Schwalebräu.

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Am Anfang war es nur ein Gedanke von Sven Reents (links) und Carsten Hegenberg, am 26. November bekommt Neumünster wieder sein eigenes Bier.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Am Sonnabend, 26. November, wird das Schwalebräu zum ersten Mal ausgeschenkt – an historischer Stätte: im Innenhof der Alten Brauerei an der Brachenfelder Straße. „Neumünster hat wieder ein eigenes Bier“, jubelten die findigen Unternehmer vor kurzer Zeit im Internet bei Facebook und zogen sofort eine große Fangemeinde in ihren Bann. Über die Idee hatten sie bereits länger nachgedacht, doch erst Anfang Oktober machten sie Nägel mit Köpfen, beziehungsweise Flaschen mit Bügelverschluss. Das Rezept ist geheim, Hegenberg und Reents verraten lediglich, dass verschiedene Hopfen- und Malzsorten enthalten sind. Es hat 4,8 Volumenprozente und nennt sich Premium Craft Beer. Gebraut wird es mit Schwale-Quellwasser aus Gönnebek, und da es in Neumünster keine Braustätte mehr gibt, wich man nach Schillsdorf aus.

 „Farblich ist es echt schick“, sagen die beiden, geschmacklich eher malzlastig und nicht so hopfig, irgendwo zwischen Holsten Pilsener und Duckstein. Das Schwalebräu ist ein gefiltertes Kellerbier („Viele mögen naturtrüb nicht so gerne“) und soll ja den Geschmack der Leute treffen. Ein anderes Bier zu kopieren, kam für Hegenberg und den Eventmanager Reents, der eine Ausbildung zum Bierbotschafter gemacht hat und sich zum Bier-Sommelier qualifizieren möchte, nicht in Frage. Viereinhalb Wochen braucht das Produkt im Braukessel, dann kommt es in Lagertanks. Inzwischen sind rund 8000 Liter des bernsteinfarbenen Getränks produziert.

 Auf dem rot-weißen Etikett prangt ein zwinkernder Mönch. „Das ist Willi Witzelin“, sagt Hegenberg, eine Anlehnung an Neumünsters Stadtgründer Vicelin. Abgefüllt ist das Bier in 0,5-Liter-Flaschen. In Zeiten, wo Privatbrauereien aus dem Boden sprießen und andernorts in Deutschland nahezu jedes Dorf sein eigenes Bier hat, sollte Neumünster einfach nicht leer ausgehen. Denn hier gibt es Bier-Tradition, die aber 1986 mit Schließung der Holsten-Brauerei an der Brachenfelder Straße vorerst ein Ende hatte.

 Genau an dieser Stelle haben Hegenberg und Reents nun ein „Headquarter“, sie haben Räume der Alten Brauerei angemietet. Der Laden wird „witzig eingerichtet“, wie Hegenberg sagt. Alte Möbel, Stehlampen, ein alter Küchenschrank sorgen für Atmosphäre, historische Neumünster-Bilder sollen dazukommen. In diesem „Store“ wird Schwalebräu zukünftig verkauft, zusammen mit rund zwei Dutzend anderen Craft-Beer-Spezialitäten. „Bei den Öffnungszeiten werden wir uns dem benachbarten Weinhändler anschließen.“

 Geöffnet ist aber auch am Sonnabend, 26. November – zum „Kick Off Event“. Die Vorstellung des neuen Neumünster-Biers findet im Innenhof der Alten Brauerei statt, um 16 Uhr ist Einlass, um 16.15 Uhr sollen Stadtpräsidentin Anna Katharina Schättiger und Oberbürgermeister Olaf Tauras die Veranstaltung eröffnen, dann wird das erste Fass Schwalebräu angestochen, und die Verköstigung kann beginnen. 30 50-Liter-Fässer plus Flaschen werden bereit stehen, ein Probier-Kontingent wird gratis ausgeschenkt. Musik gibt es von 16.30 bis 18.30 Uhr von Marco de Maurice, Singer/Songwriter aus Bad Segeberg, und von 19 bis 22 Uhr vom Neumünsteraner Reiner Bublitz.

 Das Schwalebräu wird es ab 28. November nicht nur im Geschäft in der Alten Brauerei an der Brachenfelder Straße 45, sondern auch bei ausgewählten Gastronomen und im Lebensmitteleinzelhandel zu kaufen geben. Weitere Informationen dazu soll es spätestens dann auch auf der Internetseite www.schwalebräu.de geben.

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