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Rollstuhlfahrern fehlt die Rampe

Behindertenparkplätze am See Rollstuhlfahrern fehlt die Rampe

Ein erster Schritt in Richtung Barrierefreiheit am Einfelder See ist gemacht. Die Stadt hat jeweils zwei Behindertenparkplätze am Segel-Club, am Kanu-Club und auf dem Parkplatz der Einfelder Schanze eingerichtet. Vom Schanzen-Parkplatz fehlt für Rollstuhlfahrer jedoch noch eine Rampe zum See.

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Parken können Gehbehinderte am Einfelder See jetzt auf gesondert ausgewiesenen Plätzen. Der Weg zum See ist ihnen an der Schanze aber noch verwehrt.

Quelle: Florian Sötje

Neumünster. Der Weg ans Wasser besteht aus einem alten Trampelpfad. Zwar wurde dieser durch Mitarbeiter des Technischen Betriebszentrums von wucherndem Gestrüpp befreit, benutzbar ist der Weg für Rollstuhlfahrer aber nicht. „Da muss auch etwas passieren“, fordert Hartmut Florian.

 Für den Behindertenbeauftragten der Stadt Neumünster ist der Kampf um Barrierefreiheit am Einfelder See mittlerweile „eine unendliche Geschichte“. So sieht es auch der Stadtteilbeirats-Vorsitzende Sven Radestock: „Wir haben erstmals im Februar 2014 einen Antrag gestellt, um zu prüfen, ob man Parkplätze einrichten und einen entsprechenden Weg an den See bauen kann. Ich bin selbst erschrocken, dass das schon wieder über zwei Jahre her ist.“

 Zumindest die mündliche Zusage für eine barrierefreie Rampe hinunter zum See hat Radestock von der Stadt. Diese käme nicht nur Rollstuhlfahrern zugute. „Es wäre insgesamt eine Erleichterung, auch für Menschen mit Rollator oder Kinderwagen“, meint Radestock, der darüber hinaus weiter auf behindertengerechte Toilettenanlagen vor Ort hofft. Die drei baufälligen WCs am See sollen entweder saniert werden oder einem Neubau weichen. Die Bauverwaltung ist seit der letzten Sitzung im Februar auf der Suche nach einer „funktionsgerechten Lösung“. Über die aufkommenden Kosten waren sich die Beteiligten, wie berichtet, damals uneins. Für Radestock ist klar: „Der behindertengerechte Umbau dieser WCs ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Es ist ein Unding, dass es so aufgeschoben wird.“

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Ein Artikel von
Florian Sötje
Volontär

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