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Neumünster ist Fairtrade-City

Fete im Rathaus Neumünster ist Fairtrade-City

Seit Freitagmittag 12.50 Uhr ist Neumünster Deutschlands 429. Fairtrade-City. Das wurde im Rathaus-Foyer mit offizieller Urkunden-Übergabe und einer Riesenfete bei Bananen, Kaffee und Kuchen gefeiert – alle Produkte aus fairem Handel versteht sich.

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Neumünster ist Fairtrade-Stadt: Oberbürgermeister Olaf Tauras (von rechts), Stadtpäsidentin Katharina Schättiger und Ehrenbotschafter Manfred Holz mit der Urkunde und einem Teil der vielen Akteure, die zu diesem Siegel ihren Beitrag geleistet haben.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Weshalb die Big Band der Immanuel-Kant-Schule Jingle Bells intonierte? „Im Weihnachtsdorf“, erinnerte sich Silke Leng, Sprecherin der Steuerungsgruppe, „ist unser erster Aufruf zum Mitmachen im vergangenen Jahr fast im Regen ertrunken.“ Erste Ambitionen zu fairem Handel hatte es in Neumünster schon früh an der Bonhoeffer-Gemeinde gegeben, bevor ein Weltladen im Winzformat im Fürsthof und dann in der Holstenstraße eröffnete. Im April 2014 brachte schließlich die FDP im Rat den Antrag ein, sich als Stadt um den Titel zu bewerben.

 „Bevor der vergeben wird, gilt es, Bedingungen zu erfüllen“, wie die Schüler-Moderatoren Celina Falk und Paul Lojewski verrieten: Bei öffentlichen Sitzungen im Rathaus darf zum Beispiel nur noch fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt werden. Elf Einzelhandelsgeschäfte und diverse Gastronomien müssen mitziehen. In Neumünster tragen außerdem die Schulen Theo-Litt, Elly-Heuss-Knapp, Immanuel-Kant, fünf Kirchengemeinden und drei Vereine zum Gelingen bei.

 „Das ist aber nur ein Anfang und Auftrag für weitere Aktivitäten“, appellierte Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz, der Stadtpräsidentin Katharina Schättiger die Urkunde aushändigte. Denn um den Ehrentitel muss man sich als „Town“ alle zwei Jahre erneut verdient machen. „Und es braucht Zeit, bevor es sich in den Köpfen der Menschen verinnerlicht: Fairer Handel lebt nur vom Handeln!“

 Fairtrade umfasst Vieles: kontrollierten Handel zu vereinbarten Mindestpreisen, von denen vor allem Plantagenarbeiter und Kleinbauern profitieren. „Es bedeutet langfristige Patenschaften, Wirtschaftsethik, Umwelt- und Sozialstandards“, stellte Oberbürgermeister Olaf Tauras fest. Es steht für bessere medizinische Versorgung, weniger Kinderarbeit, Schulbau. „Und für bewusstes Handeln, mehr Auswahl und CO2-Reduzierung“, ergänzte Leng.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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