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Gemeinsam fürs „faire“ Neumünster

Fairer Handel in Neumünster Gemeinsam fürs „faire“ Neumünster

Um Fairtrade-Town zu werden, gibt es bestimmte Kriterien, die erfüllt werden müssen. Und das hat sich Neumünster jetzt vorgenommen. Geschäfte, Gastronomie und öffentliche Einrichtungen müssen fair Gehandeltes anbieten. Im Rathaus wird bereits fairer Kaffee getrunken. Am Montag hat sich eine lokale Lenkungsgruppe gegründet.

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Erstmal eine Tasse fair gehandelten Kaffee – dann kann die Steuerungsgruppe gegründet werden. Oberbürgermeister Olaf Tauras versorgt Uta Rautenstrauch mit dem Kaffee, der auch noch in Neumünster geröstet worden ist und damit nicht nur das Kriterium fair, sondern auch regional erfüllt.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Rendsburg hat ihn schon, Kiel und Lübeck auch. Ebenso Bad Oldesloe und Eutin. Jetzt möchte sich auch die Stadt Neumünster mit einem neuen Titel schmücken: Fairtrade-Town. Den gibt es natürlich nicht einfach so, einige Auflagen müssen erfüllt werden. Was alles dazugehört, wurde Montag erklärt. Im Sitzungszimmer reichten die Stühle gar nicht, so groß war das Interesse.

 Oberbürgermeister Olaf Tauras schenkte Uta Rautenstrauch, die das Treffen koordiniert hatte, erst einmal einen fair gehandelten Kaffee ein. Und damit ist ein Kriterium auf dem Weg zur Fairtrade-Town schon erfüllt: Bei öffentlichen Sitzungen wird im Rathaus inzwischen „fairer“ Kaffee getrunken. Ebenso in den Büros des Oberbürgermeisters, der Stadtpräsidentin und der Stadträte.

 Auf Antrag der FDP hatte die Ratsversammlung bereits 2014 beschlossen, den Fairen Handel zu unterstützen. Tauras betonte, dass mit dem Titel wunderbar für die Stadt und das Engagement der Neumünsteraner geworben werden kann. Um Unterstützung musste er dann aber nicht groß werben. Vertreter aus Verwaltung, der Politik, von Kirchen, Schulen, Gewerkschaften, Handelsverband Nord und dem Weltladen, Wirtschaftsagentur und dem Frauenrat saßen bereit, zunächst eine Steuerungsgruppe zu gründen, die das weitere Vorgehen koordiniert – Kriterium Nr. 2.

 Bevor das Banner „Fairtrade-Town“ aufgehängt werden darf, müssen Geschäfte, Cafés und Restaurants überzeugt werden, mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anzubieten – Kriterium 3. Und dann gilt es, öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen mit ins Boot zu holen. Sie müssen faire Produkte verwenden.

 Eutin ist im November 2013 als Fairtrade-Town zertifiziert worden, Katharina Desch berichtete Montag, was die ostholsteinische Stadt dafür auf die Beine gestellt hat, und gab damit zahlreiche Anregungen. Faire Schokolade wurde auf dem Marktplatz verteilt, zum Valentinstag gab es fair gehandelte Rosen, Workshops für Schüler fanden statt, und Kurzfilme wurden im Kino gezeigt.

 Neumünsters neue Steuerungsgruppe nimmt sofort die Arbeit auf, um schnell alle Kriterien zu erfüllen und den Fairen Handel zu unterstützen. Am besten noch in diesem Jahr. Almut Auerbach (Verdi) sprach allen aus der Seele: „Die Zeit ist einfach reif dafür.“

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