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2,581 Millionen Euro für Schulsanierung

Neumünster 2,581 Millionen Euro für Schulsanierung

Wo sonst konzentriert gelernt wird, kreischen Bohrmaschinen, surren Stichsägen und wummern Presslufthämmer: In den Sommerferien mutieren Schulen zu Großbaustellen. Mit 700000 Euro für den Brandschutz ist die Alexander-von-Humboldt-Schule dickster Investitionsbrocken für die Stadt, gefolgt von der Grund- und Gemeinschsschule Einfeld mit 380000 Euro für die Sanierung im naturwissenschaftlichen Trakt.

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Berthold Heitker (links) und Bauleiter Norbert Schultz begutachten das Gerüst für eine neue Deckenabhängung in einem Flur der Alexander-von-Humboldt-Schule.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Dessen Fenster, Fassade und Dach waren schon im vergangenen Jahr dran; jetzt steht die Innensanierung des zweiten Obergeschosses an. In erster Linie geht es um Haustechnik, Elektrik, Lüftung und Sanitär; außerdem werden neue Akustikdecken eingezogen. Elektro- und Lüftungsleitungen müssen als dicke Kabelstränge in den Decken der Klassenräume geführt werden. „In den Fluren, wo bislang alles lief, dürfen aus Brandschutzgründen nur noch die Zuleitungen zu den Leuchten bleiben“, erläutert Berthold Heitker, Arbeitsgruppenleiter Hochbau bei der Stadt.

 Außerdem werden Teile der alten Bausubstanz zu Differenzierungsräumen umgebaut, die das neue Raumprogramm vorsieht. Deshalb muss auch eine Wand weggerissen werden. Der Aufzug, um die Schule behindertengerecht zu gestalten, soll Anfang 2016 ins zweite Treppenhaus einbaut werden.

 Die Containerklassen, die die Grundschüler nach den Ferien beziehen, stehen schon seit Juni. „Mit dem Abriss der ersten Grundschul-Pavillon-Klassen fangen wir in der letzten Ferienwoche an“, sagt Heitker. Dann beginnt parallel zur 2 Millionen Euro teuren Sanierung das Einfelder Mammut-Projekt: Für die beiden Neubauten von Grund- und Gemeinschaftsschule sind 7,4 Millionen Euro angesetzt. Mit Abbruch, Planung, Außenanlagen und Einrichtung beläuft sich die Gesamtsumme auf 11,4 Millionen Euro; fertig soll alles im Frühjahr 2018 sein.

 Brandschutz und Haustechnik lauten die Handwerker-Aufgaben im Humboldt-Gymnasium nebenan. Auch hier müssen die Kabelbündel ’raus aus den abgehängten Flurdecken, weil die Flure Flucht- und Rettungswege sind. Heitker: „Außerdem müssen wir Brandschutzklappen und -türen einsetzen und -mauern einziehen, um das Gebäude in verschiedene Brandabschnitte zu unterteilen, damit es nicht komplett verqualmen kann.“ Allein drei Unterabschnitte sind für das Erdgeschoss erforderlich.

 Eine mit Holz vertäfelte Decke wird ausgetauscht gegen ein F-30-Decke: „Der Name steht für einen Feuerwiderstand von 30 Minuten“, erklärt Heitker. Unvorstellbar, dass das Chaos in fünf Wochen eine funktionsfähige Schule sein soll. Heitker grinst. „Wir haben nur sechs Ferienwochen Zeit.“

 Insgesamt 2,581 Millionen Euro verbaut die Stadt in diesem Sommer in den Schulen.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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