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Neues Bündnis für junge Flüchtlinge

Patenschaften in Neumünster Neues Bündnis für junge Flüchtlinge

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die vom Jugendamt als Vormund betreut werden, ist auf rund 320 gestiegen. Unter der Regie von Oberbürgermeister Olaf Tauras haben 112 Akteure ein Bündnis für junge Flüchtlinge gegründet. Privatleute sind aufgerufen, Patenschaften zu übernehmen.

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Oberbürgermeister Olaf Tauras (vorne) und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger mit den Akteuren des neuen Bündnis für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Quelle: Leng

Neumünster. Das Amt, die Jugendhilfeorganisation Iuvo und das Safety House brauchen dringend Unterstützung. Im Rahmen der Eröffnung einer Ausstellung zum Thema Flüchtlinge im Foyer des neuen Rathauses präsentierte OB Tauras das neue Bündnis. „Diese Jugendlichen, die ihre Heimat ohne Eltern, Verwandte und Freunde verlassen haben, und bei ihrer Flucht zum Teil zutiefst schockierende Erfahrungen gemacht haben, brauchen unsere besondere Fürsorge“, erklärte Tauras. Es müsse ihnen beigestanden und Sicherheit gegeben werden. Doch dazu bedürfe es einer ganzen Stadt und seiner Einwohner.

 Jörg Hellberg, Fachdienstleiter des Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), stellte ein Drei-Punkte-Papier vor, wie Privatleute diese Jugendlichen unterstützen können. Die erste Stufe sind Freizeitangebote wie Ausflüge oder Hilfe beim Lernen der deutschen Sprache. Dabei sei es egal, ob es sich um einmalige oder regelmäßige Angebote handelt, so Hellbig. Die zweite Stufe wären kontinuierliche Patenschaften für einen Jugendlichen. In der dritten Stufe sei auch die Übernahme einer Vormundschaft denkbar. In diesen Fällen werde der ASD fachlich erfahrene Berater zur Verfügung stellen.

 „Wir, die Stadt und auch unsere Bündnispartner werden die Menschen, die sich auf diese Weise für die Flüchtlinge engagieren, mit Rat, Tat und Aktion unterstützen“, erklärte Jörg Hellberg. So kündigte der Propst des Kirchenkreises Altholstein, Stefan Block, an, dass Gemeindeberater Kirchenmitgliedern, die eine Patenschaft übernehmen, als Ansprechpartner begleiten könnten.

 Die Koordination für Anfragen aus der Bevölkerung übernimmt Eilean Layden, Integrationsbeauftragte der Stadt: „Ich werde Anfragen weiterleiten, so dass möglichst schnell Kontakte zwischen Jugendlichen und Paten geknüpft werden können.“

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