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Die Stadt sucht weiter einen Nachfolger

17 Bewerber Die Stadt sucht weiter einen Nachfolger

Offenbar war unter den 17 Bewerbern um die Nachfolge von Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth keiner so geeignet wie erhofft und erwartet: Die Stadt Neumünster hat die Stelle erneut ausgeschrieben, wie auf der eigenen Homepage zu lesen steht.

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Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth geht in den Ruhestand. Noch ist kein Nachfolger gefunden.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Jetzt können Aspiranten ihren Hut erneut in den Ring werfen; die Ausschreibungsfrist endet am 26. Februar. Gefragt ist laut Ausschreibung eine „qualifizierte Führungspersönlichkeit“, die an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung die Herausforderungen einer kreisfreien Stadt zwischen gesetzlichen Vorgaben, einer von Haushaltskonsolidierung geprägten Finanzsituation und Gestaltung „motiviert und kreativ“ meistert.

 Das Aufgabengebiet umfasst das weite Feld von Schule, Sport und Kultur, Ordnungsbereich und Sicherheit, Soziales und Jugend. Der Nachfolger des nach 18 Jahren und drei Amtszeiten zum 31. Mai offiziell ausscheidenden Humpe, der diese breite Anforderungsfront souverän bewältigt hatte, soll möglichst im April gewählt werden.

 FDP, Grüne und Bündnis für Bürger hatten die anstehende Neuwahl des Stadtrats zum Anlass genommen, um in der jüngsten Ratsversammlung eine fraktionsübergreifende „Findungskommission“ vorzuschlagen, waren bei diesem Unterfangen aber mit elf Ja- und 30 Gegenstimmen deutlich gescheitert.

 „Bestimmen könnten wie eh und je CDU und SPD mit ihrer Mehrheit. Aber wir sollten die Chance nutzen, gemeinsam unter Beteiligung aller Fraktionen den Posten zu besetzen“, hatte Hans Heinrich Voigt von den Grünen argumentiert. Bei Stadtrat Oliver Dörflinger, dessen Wiederwahl beschlossene Sache ist, „vergessen wir ja auch sein CDU-Parteibuch“.

 SPD-Fraktionschef Uwe Döring hielt dieses Ansinnen für nicht vereinbar mit der Kommunalverfassung. Jedes Ratsmitglied habe Vorschlagsrecht, jedes Ratsmitglied habe das Recht, jede Bewerbung zu sehen. „Das jetzige Verfahren berücksichtigt das alles. Jede Fraktion und jedes Mitglied kann Einblick in die Kandidatenliste nehmen. Die Fraktionen reden miteinander, und dann entwickeln sich Mehrheit.“

 „Die Gemeindeordnung können wir nicht ändern“, pflichtete ihm CDU-Fraktionschef Gerd Kühl bei. „Das Recht des ersten Zugriffs liegt jetzt bei der SPD nach demokratischem Brauch.“ Damit spielte Kühl auf die Tradition an, dass in Neumünster stets die Sozialdemokraten den Sozialstadtrat und die CDU den Kämmerer bestimmt hatten.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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