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Bleiben Gänse auf dem Wasser?

Neumünster Bleiben Gänse auf dem Wasser?

Da fehlt doch was? Genau, die Zäune zur Gänse-Vergrämung am Einfelder See sind in diesem Jahr nicht aufgestellt. „Wir setzen ein Jahr aus, weil sich die Gänse als intelligente Tiere daran gewöhnt haben“, erklärte Jörg Rowehl von der Wasserbehörde.

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Gänseflottille mit Nachwuchs unterwegs auf dem Einfelder See. Die jungen Gössel bevorzugen beim Fressen die kleinen Grashalme der gemähten Liegewiesen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Zunehmende Beschwerden über Verunreinigung der Liegewiesen durch Hinterlassenschaften aus dem Gänsepopo hatten zu der Lösung geführt, dass erstmals anno 2010 die Dorfbucht in Höhe Kinderspielplatz, Surferbucht und am Minigolfplatz mit sogenannten Wind durchlässigen Schneezäunen abgesperrt wurden, bis hinein in die von Gänsen bevorzugten Böschungsbereiche. An der Schanze mit wenig Böschungsvegetation war das laut Rowehl ohnehin nicht notwendig.

 „Das Problem stellte sich immer nur in den Wochen von April bis Mitte Juni. Dann sind die jungen Gössel noch flugunfähig und bevorzugen die kurzen Grashalme auf den gemähten Wiesen, und zwar in unmittelbarer Wassernähe und mit ständigem Kontakt zu dieser Fluchtmöglichkeit“, erläuterte Rowehl. Auch die älteren Tiere sind in dieser Zeit durch die Mauser beim Fliegen ziemlich gehandicapt und nur an Land und auf dem Wasser zuverlässig bewegungsfähig.

 Allerdings gehören Gänse zu den intelligenteren Tieren. „Und die haben sich im Laufe der Jahre an die Zäune genauso gewöhnt wie innerhalb weniger Wochen an die unbeweglichen Fuchsattrappen, sodass der beabsichtigte Effekt verpufft war“, schilderte Rowehl. Zudem war die Zaunnotwendigkeit in diesem Jahr ohnehin nicht so groß: Bei den bislang nur wenig frühsommerlichen Temperaturen zog es die Neumünsteraner eher weniger in Richtung Liegewiese, es gab also auch keinen Interessenkonflikt zwischen Tier und Mensch.

 Deshalb also der Zaun-Aussetzer in 2015 – was keineswegs ausschließt, dass die Männer vom Technischen Betriebszentrum, gewandet in Wathosen, im April des kommenden Jahres nicht doch wieder ins Wasser steigen, um Pfähle und Zäune in sechs Meter Abstand zum Ufersaum zu installieren. Rowehl: „Wir wollen die Wirkung dieses einen Jahres Pause ausprobieren. Die Zäune behalten wir auf jeden Fall.“

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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