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Fit für den Rollator

Neumünster trainiert Fit für den Rollator

Für ein bisschen Sport braucht man keine Turnhalle. Beim Aktionstag „Kultur trifft Bewegung“ wird am Donnerstag, 24. September, von 14.30 bis 17.15 Uhr im Museum Tuch + Technik gezeigt, wie Senioren sogar ihren Rollator in ein vernünftiges Bewegungstraining einbauen können.

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Ob mit oder ohne Rollator – zum Aktionstag „Kultur trifft Bewegung“ laden auch in diesem Jahr (von links) Cornelia Schlick von der Fachschule für Motopädagogik, Michael Lindner vom KSV, Karin Ruhmöller (Museum) und Christiane Johannsen (Seniorenbüro) ins Museum Tuch+Technik ein.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Ob beim Wäsche-Recken, Tragen von Getränkeflaschen oder beim Treppensteigen – wer sich bewegt, bleibt fit. Da sind sich Cornelia Schlick von der Fachschule für Motopädagogik, Michael Lindner vom Kreissportverband (KSV), Christiane Johannsen vom Seniorenbüro und Karin Ruhmöller, stellvertretende Leiterin des Museums Tuch+Technik, einig. Alle haben ein umfangreiches Programm für den 24. September zusammengestellt. Vieles dreht sich dabei um den Rollator, „den tollen Alltagsbegleiter“, wie Cornelia Schlick sagt.

 Beratung und Hilfe gibt es, ein spezielles Rollator-Training am Bus (dafür stellen die SWN vor dem Museum einen Linienbus zur Verfügung) und schließlich einen Rollator-Führerschein, um zu prüfen, wie gut man mit der Hilfe umgehen kann. „Die vernünftige Einstellung zum Rollator ist wichtig, aber auch die richtige Einstellung des Rollators“, sagt Lindner. Mit einem neuen Alltags-Fitness-Test soll ermittelt werden können, wie alt man wird. Bewegung wird verknüpft mit alten Geräten im Museum. Bewegungsübungen für Fitte finden im und am Gebäude statt. Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen, auf Wunsch auch einen Fahrservice. Die Museumstür zum Kleinflecken wird geöffnet und bietet barrierefreien Zutritt. Anmeldungen für den Aktionstag (Kostenbeitrag 2 Euro) nimmt das Seniorenbüro, Großflecken 71, unter Tel. 04321/9422452 oder per Mail an seniorenbuero@neumuenster.de entgegen.

 Der Aktionstag ist auch Auftaktveranstaltung für ein Modellprojekt „Eine Stadt rund um den Rollator“. Cornelia Schlick hatte sich (mit 120 anderen) bei der Robert-Bosch-Stiftung beworben, und tatsächlich wurde die Fachschule für Motopädagogik mit ihrem Projekt ausgewählt. 10000 Euro gibt es für ein Jahr, in dem die Stadt Neumünster rollatorfähig(er) gemacht werden soll, der Rollator an sich aber auch gesellschaftsfähig werden soll. Fragebogenaktionen, Vorträge, Beratungen mit Modellauswahl (im Seniorenbüro), Schulungen für Übungsleiter und Angehörige und die Nutzer gehören dazu. Ein Runder Tisch, auch mit Vertretern aus allen Stadtteilen, trifft sich Anfang Oktober zum ersten Mal.

 Zwei Millionen Rollatoren gibt es in Deutschland, jährlich kommen 250000 dazu. Mobilität und Bewegung werden immer wichtiger. Und das Bewusstsein, dass ein Rollator eine Hilfe ist, die nicht zu Hause versteckt werden muss, wächst. Cornelia Schlick steht vor einer großen Aufgabe, hat aber viel Unterstützung.

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