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Stadtwerke senken Gaspreis

Strom geringfügig teurer Stadtwerke senken Gaspreis

Gute Neuigkeiten für die Erdgaskunden der Stadtwerke Neumünster: Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres senken die SWN den Preis für diese Energie, diesmal sogar zweistellig. Dafür müssen die Kunden für Strom künftig tiefer in die Tasche greifen, allerdings „nur“ um einen Euro pro Monat.

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Vertriebsleiter Mathias Stolten (links) und SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt stellten die Preisänderungen vor.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Beide Regelungen gelten ab dem 1. April 2016“, kündigte Matthias Stolten, SWN-Bereichsleiter Vertrieb, am Montag an. Etwas mehr als 10 Euro im Monat oder 140 Euro pro Jahr sparen Gasbezieher. „Zwar sind die Netzentgelte deutlich gestiegen, aber unser guten Einkauf macht es möglich, diesen Anstieg wieder aufzufangen“, sagte Stolten.

 Im Mai 2015 hatten die SWN als erster Versorger im Lande reagiert und den Gaspreis um acht Prozent oder 0,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) verringert. Zwar zahlen die SWN die höheren Netzentgelte bereits seit Jahresbeginn, geben aber das „Gesamtergebnis“ mit Einkaufsvorteil jetzt mit zehn Prozent an die Kunden weiter. Ab April sinkt der Arbeitspreis für Gas um 0,6 Cent pro kWh; der Grundpreis bleibt unverändert. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 20000 Kilowattstunden spart ein Haushalt 10,8 Prozent oder 142,80 Euro im Jahr.

 „Die gestiegenen Netzentgelte und Umlagen wie EEG- oder Offshore-Umlage auf dem Strommarkt können die SWN trotz günstigen Einkaufs an der Leipziger Strombörse EEX nur größtenteils ausgleichen“, erläuterte Stolten. Bei einem Durchschnittsverbrauch eines Haushalts von 3500 Kilowattstunden im Jahr macht das 12 Euro oder rund ein Prozent mehr aus.

 Die Mehrheit der 17500 Gas- und 65000 Stromkunden beliefern die SWN direkt in Neumünster und dem Umland. „Es kommt immer wieder vor, dass Kunden wechseln, aber viele kommen auch wieder zurück.“ Als langfristiges Ziel peilen die SWN laut Stolten einen gelinden, aber stetigen Kundenanstieg an.

 Als jüngstes Projekt entsteht auf dem Gelände an der Bismarckstraße eine „Power to heat“-Anlage, in der überschüssiger Strom in Fernwärme umgewandelt wird. Das Fundament und das blaue Stahlgerüst sind aktuell in Arbeit; der riesengroße „Boiler“ soll bald eingebaut werden.

 Dass der milde Winter sich auf dem Konto der Kunden bemerkbar macht, sieht Stolten nicht: „Den hatten wir vor einem Jahr auch; dafür sind die Heizungen wegen kühler Tage im Mai und Juni länger gelaufen.“

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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