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Sieben Inszenierungen auf dem Spielplan

NBN startet in die neue Saison Sieben Inszenierungen auf dem Spielplan

„Theaterluft schnuppern macht süchtig.“ Davon ist Dieter Milkereit, Bühnenleiter bei der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN), überzeugt. Und er möchte noch einige mehr davon überzeugen. Die NBN braucht dringend Hilfe im Team, vor und hinter dem Vorhang.

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Bereit für die neue Spielzeit: Frank Juds (links), Sabine Kaack und Dieter Milkereit.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Die 94. Spielzeit beginnt in wenigen Tagen, sieben Inszenierungen stehen bis April auf dem Spielplan, insgesamt 80 Veranstaltungen – und eine ganz Besondere. Im März findet erstmals ein Casting statt: für Schauspieler, aber auch für Techniker, Bühnenbauer, das Requisiten-Team, Grafiker, Catering ...

 Die vergangene Spielzeit konnte sich sehen lassen: 10900 Zuschauer wurden gezählt. Das beflügelt für die neue Saison. Die startet am 23. September mit „Twee as Bonnie un Clyde“: ein Schwank um zwei trottelige Bankräuber, bei dem ein Gag den nächsten jagt. Schon geprobt wird auch für „To’n Verleven, düsse Fischer“, das Stück hat am 28. Oktober Premiere. Vorher, am 14./15./16. Oktober, gibt es aufgrund der großen Nachfrage noch einmal das Silvesterstück von 2015 Kugelfisch Hawaii.

 „De Dood vun de Yuccapalm“ ist von den gleichen Autoren, doch diesmal haben Linus Höke und Helge May das Stück „nur für uns geschrieben. Wir sind bannig stolz“, sagt Frank Juds, stellvertretender Bühnenleiter der NBN. Ein schwarzer Schwank mit komischen Verwicklungen um die Palme namens „Horst“. „Ein tolles Stück“, freut sich Juds, das am Silvesterabend auf die Bühne kommt. Ernster wird es dann im Februar mit „Twee Bröder“, eine niederdeutsche Uraufführung. Das plattdeutsche Kriminalstück von Stephan Greve startet am 10. Februar.

 Einen Ausflug ins Altenheim unternimmt die NBN im März mit „De arme Ridder“, wo ein flippiges Mädchen die ältere Gesellschaft aufmischt. Es sei eine herzerwärmende Geschichte mit starken Pointen und leisen Zwischentönen. „Tussi Park“ (ab 21. April) ist dann nur mit Schauspielschülern und jungen Schauspielerinnen besetzt. Vier Frauen in einem Parkhaus erkennen, dass die Männerwelt völlig desolat ist. In dieser Karaoke-Komödie wird live gesungen. Ebenso bei „Zirkus Paroli“, einem hochdeutschen Musical für die ganze Familie. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr hat die NBN eine besondere Inszenierung für die Vorweihnachtszeit eingeplant. Regie führt bei dieser „bezaubernden Geschichte“ Birgit Bockmann.

 Dieter Milkereit und Frank Juds freuen sich, dass auch für die neue Spielzeit wieder fünf Schauspielschüler und junge Schauspieler gewonnen werden konnten, die Lust haben, in Neumünster kostenlos, aber unter Profiregie auf die Bühne zu gehen. Es spricht sich herum, es gibt schon weitere Interessenten. Einen echten Profi hat die NBN mit der bekannten Schauspielerin Sabine Kaack (Nortorf) gewonnen. Sie ist offizielle Botschafterin des Niederdeutschen, das die Unesco zum immateriellen Weltkulturerbe zählt. Sabine Kaack will nicht nur die Niederdeutsche Bühne beim Casting unterstützen und bietet Sprecherziehung an, sie gestaltet auch die allererste Veranstaltung der Saison im NBN-Studiotheater am 14. September. Ab 20 Uhr liest sie aus Erzählungen und Gedichten „op Platt“. Ben Heuer untermalt die Veranstaltung musikalisch mit seiner Mundharmonika. Karten gibt es im Kulturbüro am Kleinflecken und natürlich an der Abendkasse in der Klosterstraße.

 Weitere Sonderveranstaltungen sind ein Abend mit Jasper Vogt (Ohnsorg-Theater und NDR) am 23. Oktober, die Lesung „Wiehnachten bi de Nedderdütschen“ am 16. Dezember und die Dschungelcamp-Persiflage „Gerungel in Dschungel“ mit Stephan Greve und Joachim Thomsen am 2. April.

 Neu wird in der 94. Spielzeit nicht nur das Catering (Mosel-Wein und Flammkuchen) und ein neues Programmheft sein, sondern auch der Ticketverkauf im Internet auf www.ticket-regional.de/nbn. Karten gibt es aber weiterhin ebenso bei Auch&Kneidl auf dem Großflecken. Was bleibt, ist der Hauptsponsor der Niederdeutsche Bühne: die Sparkasse Südholstein.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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