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Noch ist das Schreiben nur ein Hobby

Thomas Pregel auf Lesereise Noch ist das Schreiben nur ein Hobby

Jedes Jahr ein neuer Roman. Die Schlagzahl ist sportlich, aber Thomas Pregel ist sich sicher, er könnte noch mehr schreiben. Veröffentlicht sind von dem 38-Jährigen drei Romane. Nächstes Jahr kommt ein Krimi dazu, der in Neumünster spielt. Zurzeit ist der Wahl-Berliner auf Lesereise in Schleswig-Holstein.

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Thomas Pregel liest in Neumünster aus seinem dritten Buch „Der ertrunkene See“.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. „Noch ist es ein Hobby“, sagt Pregel über seine Schriftstellerei. Eines, das ihn aber sehr einnimmt. Und er schreibt schnell. Kein Wunder, dass sein fünftes Buch längst in Arbeit ist. „Schreiben ist das, was ich am liebsten mag“, gesteht er. Außerdem arbeitet er als freier Lektor.

 Die Romane unterscheiden sich sehr. Die „Hartznovelle“ (2014) hat autobiografische Züge, und „Kaltsommer“ nächstes Jahr wird ein Familienkrimi aus einem kleinen Ort sein, in dem viele Schönböken wiedererkennen. Dort ist Pregel aufgewachsen. Als er auf der Klaus-Groth-Schule in Neumünster sein Abitur baute, gab es in der Parkstraße noch die Polizei. In seinem Roman ist es wieder so. Einige Szenen spielen in Rencks Park. Aber er schreibt über keine real lebenden Personen.

 „Ich glaube, ich habe meinen Erzählstil gefunden“, sagt Pregel. Auch wenn seine Bücher sehr unterschiedlich sind. In dem aktuellen Roman „Der ertrunkene See“ (2015) gibt es keinen einzigen Dialog, keine wörtliche Rede. Die Protagonisten haben keine Namen, sondern nur Berufsbezeichnungen. Damit möchte Pregel Distanz schaffen und nennt sein Buch „eine reine Erzählung“. Bei „Kaltsommer“ wird es gänzlich anders sein. Einst als Theaterstück gedacht („aber das ist einfach nicht mein Genre“) besteht dieses Buch fast nur aus Dialogen. „Jede Geschichte braucht seine eigene Form“, ist er überzeugt. Wie er auf Kaltsommer als Ortsbezeichnung gekommen ist? – „Ein Seitenhieb auf das Wetter hier“, schmunzelt er. Natürlich.

 Manche seiner Bücher brauchen lange. „Eine gute Idee hält sich eben ein paar Jahre“, sagt Pregel. Das aktuelle Buch über den geplanten Stausee ist in seiner ersten Version 16 Jahre alt, zwölf Jahre lag es in der Schublade, bis er es wieder herausholte und überarbeitete. Damals, Ende der 90er-Jahre, bewegte ihn die These: Immer wenn ein Mensch etwas erschafft, muss er etwas anderes zerstören. Wirklich? Für die Bucheichentaler kommt das Aufgeben ihrer Heimat nicht in Frage. Energiebedarf hin, Energiebedarf her. Es kommt zum Kampf David gegen Goliath, die Spannung steigt, und zum Ende gibt’s einen Showdown.

 Am Mittwoch, 18. November, liest Thomas Pregel um 19.30 Uhr aus „Der ertrunkene See“ in Wankendorf bei der VHS im Heimatmuseum im Alten Bahnhof. Am Dienstag, 24. November, findet eine Lesung um 20 Uhr beim KDW im Waschpohl 20 in Neumünster statt. „Ich bin eigentlich nicht sehr aufgeregt, auch wenn Freunde oder Verwandte im Publikum sitzen“, behauptet Pregel. Aber die Zuhörer dürfen gespannt sein.

 „Der ertrunkene See“ ist erschienen im Größenwahn-Verlag Frankfurt, ISBN 978-3-95771-059-8 und kostet 23,90 Euro.

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