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Noch zwei Winter für die Traglufthalle

Freibadbereich wird umgebaut Noch zwei Winter für die Traglufthalle

Zum vorletzten Mal malochen sie, um die Traglufthalle über dem großen Freibadbecken aufzubauen. Ab 2. November kann hier wieder geschwommen werden. Aber nur noch zwei Winter lang, dann steht der Neubau: eine feste Halle im Außenbereich des Bades am Stadtwald.

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Zum vorletzten Mal wird die Traglufthalle im Bad am Stadtwald aufgebaut, damit die Schwimmer auch im Winter das große Freibadbecken nutzen können. Mitarbeiter der Fachfirma, Auszubildende der Stadtwerke sowie Bad-Mitarbeiter (in ihrer Freizeit) ziehen gemeinsam an den Planen.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Um die 30 mal 60 Meter große Traglufthalle aufzubauen, kommt jedes Mal eine Fachfirma. Doch es packen auch immer die Auszubildenden der Stadtwerke mit an. „Außerdem helfen Mitarbeiter unseres Bades – und das in ihrer Freizeit!“, betont Bad-Leiter Tom Keidel, der in diesem Jahr noch mit besonderen Unbilden zu kämpfen hat. Der Prüfstatiker verlangt eine neue Art der Ankerzugprüfung. Am Dienstag musste ein sieben Meter langer Stahlträger ausfindig gemacht werden, per Radlader wird dann die Festigkeit der rund 100 Bodenanker getestet. Alles für die Sicherheit.

 An diesem Mittwoch soll das Zelt aufgeblasen werden. Insgesamt dauert die Umrüstung vom Freibadbecken zum beheizten und überdachten Schwimmpalast zwei Wochen, denn es müssen Startblöcke, der Sprungturm, die Wettkampfuhren ab- und wieder aufgebaut sowie die Beleuchtung installiert, das Becken gereinigt und Fliesen ausgebessert werden. Der Windmesser wird vor dem Aufblasen montiert. „Ab Windstärke 5 schließen wir die Halle“, erklärt Keidel.

 Geöffnet wird die Traglufthalle erst am 2. November. Denn es gibt nur eine Genehmigung für sechs Monate. Das beheizte Nichtschwimmerbecken im Außenbereich bleibt bis zum 24. September geöffnet. „Von da an bis zum Ende der Herbstferien müssen wir im Hallenbad etwas zusammenrücken“, sagt der Leiter des Bades.

 Bis Mai kann die Halle stehen bleiben, dann kommt das Material ins Sommerlager. Im Herbst 2016 beginnt das Spiel von vorn, doch parallel wird dann das alte Freibad-Nichtschwimmerbecken umgebaut, dort entsteht eine neue feste Halle. Anschließend wird das Sportbecken zum Nichtschwimmerbereich umgerüstet. Die Sanierungsarbeiten der inzwischen 44 Jahre alten Schwimmbecken plus Hallenbau schlägt mit 9,6 Millionen Euro zu Buche. „2018, wenn alles fertig ist, bekommen wir vermutlich einen Jahrhundertsommer und alle fragen sich, warum die Halle gebaut werden musste“, orakelt Keidel. In der Sommersaison dieses Jahres vom 15. Mai bis 4. September zählte er 33500 Freibadbesucher.

 Er freut sich auf die neue Halle. Und auch, dass gerade ein Gerichtsverfahren gewonnen wurde. „2012 verzögerte sich der Aufbau der Traglufthalle um mehrere Monate, wir haben den damaligen Hersteller verklagt und jetzt Recht bekommen“, sagt Keidel. Ein fünfstelliger Betrag als Schadenersatz ist fällig.

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