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Nachschub kommt tonnenweise

Neumünster Nachschub kommt tonnenweise

Die Verladestation der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft (NEG) unter der Max-Johannsen-Brücke ist neben der Holzverladung ein wichtiger Umschlagplatz für das neue Fertigungswerk des Betonbauers Bögl in Osterrönfeld geworden. Wöchentlich werden 60 Spezialbehälter mit einem Zement- und Kalksteinmehlgemisch von Schienenwaggons auf Lastwagen verladen und auf die Reise Richtung Rendsburg geschickt.

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Mit einem so genannten Reach-Stacker werden die rund 32 Tonnen schweren Spezialbehälter auf Lastwagen umgesetzt.

Quelle: hfr

Neumünster. Als im Juli das Werk der bayerischen Unternehmensgruppe Bögl seinen Betrieb in der Nachbarschaft zum Rendsburger Schwerlasthafen in Osterrönfeld aufnahm, versprach Vorstand Johann Bögl dafür zu sorgen, dass möglichst viel Material für die Produktion der bis zu 150 Meter hohen Hybridtürme für Windkraftanlagen per Schiene angeliefert wird. Mit der NEG fand das Unternehmen den passenden Partner. Seit August werden in Neumünster an der Brückenstraße wöchentlich bis zu 60 Spezialbehälter für das Unternehmen umgeschlagen.

Das Büro von Lademeister Jens Paulsen ist sein Pkw. Dort wartet er auf Anrufe der Lieferfirmen des Gemisches. „Ja, in fünf Minuten. Ich stehe bereit“, lautet seine Standardantwort wenn die Ankunft eines Lastwagens mit einem leeren Spezialbehälter per Handy angekündigt wird. Er steigt in das Führerhaus seines so genannten Reach-Stackers und startet den Motor. Kaum hat der Lastwagen den Verladeplatz erreicht, hebt Paulsen mit seinem Spezialgefährt den rund drei Tonnen schweren leeren Behälter von der Ladefläche und fährt ihn zu einem Stapelplatz. Dort abgesetzt, nimmt er von einem zweiten Stapelplatz einen mit 29 Tonnen Gemisch beladenen Behälter auf und setzt ihn auf dem Lkw ab. Die ganze Aktion dauert nicht länger als fünf Minuten.

Die Kooperation des Betonbauers Bögl mit der NEG ist keine „Eintagsfliege“. „Wir haben einen Vertrag mit der Eisenbahngesellschaft ausgehandelt, der diese Zusammenarbeit langfristig sichert“, berichtet Firmensprecher Jürgen Kotzbauer. „Die Verkehrsanbindungen an unser Werk sind verbesserbar. Eine direkte Schienenanbindung wäre optimal“, wünscht sich der Firmensprecher. Der Traum sei, in Zukunft die Behälter ohne Zwischenstopp in Neumünster direkt per Schiene zum Werk bringen zu können.

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