21 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Nur 24 Jungstörche kamen durch

Zu kalt und nass Nur 24 Jungstörche kamen durch

Der Naturschutzbund Neumünster meldet für Mittelholstein einen enormen Einbruch beim Storchennachwuchs: Mit nur 24 Jungstörchen ist 2016 ein absolut schlechtes Jahr. Exakt zehn mehr hatten im Sommer zuvor in den Horsten geklappert, im Jahr davor sogar 50.

Voriger Artikel
Mit richtig guten Noten in der Tasche
Nächster Artikel
Udo Runow: Vom Schüler zum „Chef“

Nur zwei Dutzend Störche wurden in diesem Sommer in Mittelholsteins Horsten groß.

Quelle: Carsten Rehder

Neumünster. Noch im Frühjahr hatten sich die Beobachter des Nabu ein gutes Brutergebnis erhofft. Schließlich waren die meisten Segelflieger bei guter Verfassung und zudem früh aus dem Winterquartier zurückgekehrt. „Leider sind im Großraum Neumünster und auch im übrigen Land viele Adebare ganz ohne Nachwuchs geblieben“, zog jetzt Ehrenvorsitzender und altgedienter Storchenvater Peter Hildebrandt Bilanz.

 Vor allem in der schlechten Witterung macht er die Ursache aus. „Zur Schlüpfzeit war es zu trocken, sodass die Elterntiere kaum Würmer zum Verfüttern fanden.“ In der nächsten Phase der Aufzucht machten dann starke Regenfälle mit teilweise Hagelschauern und kalte Temperaturen dem Nachwuchs zu schaffen. „Ein Teil der Jungvögel ist in den Horsten ertrunken oder ging an Unterkühlung ein“, hat Hildebrandt beobachtet.

 Spätheimkehrer fanden ihre Horste besetzt vor; in Gnutz, Bargstedt und Ellerdorf kam es zu heftigen Kämpfen, bei denen die Gelege der Vorgänger zerstört wurden. Für die Eroberer war es für eigenen Nachwuchs aber schon zu spät. Nur in 15 von 22 besetzten Horsten wurde Nachwuchs groß. Immerhin Drillinge sichtete Hildebrandt in Bimöhlen-Weide und Hitzhusen. Zwei Jungstörche werden in Landwedel, Meezen, Aukrug-Homfeld, Großenaspe und Weddelbrook die Reise ins Winterquartier antreten. Und jeweils einen kleinen Adebar haben Bönebüttel, Loop, Krogaspe, Brammer, Arnstedt, Bimöhlen, Bad Bramstedt-Bissenmoor und Hagen.

 „Die verbliebenen Jungtieren befinden sich in guter Verfassung“, ist Nabu-Vorsitzender Björn-Henning Rickert überzeugt und wünscht ihnen einen möglichst ungefährlichen Zugweg ins Winterquartier.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3