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Ombudsmann am FEK

Stadtrat Humpe macht’s Ombudsmann am FEK

Einen neuen Service bietet Neumünsters Friedrich-Ebert-Krankenhaus seinen Patienten und leistet sich einen ehrenamtlichen Ombudsmann. Noch-Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth hat am 1. Februar seine erste Sprechstunde.

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Bei der Schlüsselübergabe an den neuen Patientenombudsmann im FEK Günter Humpe-Waßmuth (Mitte) durch FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen war auch Peter-Harry Carstensen mit von der Partie.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Ich habe mich wirklich gefreut, als FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen mich im Dezember gefragt hat. Als Aufsichtsratsvorsitzender kenne ich seit 18 Jahren das Haus und viele Ärzte. Außerdem spielt diese Funktion eine wichtige Ergänzungsrolle für das Qualitäts- und Beschwerdemanagement am FEK“, betonte Humpe. Genau wie von Dollen legte er großen Wert auf die Neutralität der Ombudsfunktion.

 Die kommt immer dann zum Tragen, wenn es Beschwerden gibt. Der Ombudsmann spricht mit den Parteien und ist in seiner Mediatorenrolle um Einigung und Lösung bemüht. Bei den 124 Beschwerden, die im vergangenen Jahr am FEK laut wurden, ging es in erster Linie um Kommunikationsprobleme zwischen Arzt und Patient oder Grundversorgung und ärztliche Leistung (wie verschobene Operationstermine) mit je 25 Prozent gefolgt von Klagen über Organisation/Logistik (Wartezeiten in der Ambulanz), zu wenig Zeit des Pflegepersonals bis hin zum falschen Mittagessen auf dem Teller.

 „Nicht Kunstfehler aus dem OP werden an uns herangetragen, sondern eher die kleinen Dinge“, erklärte Peter-Harry Carstensen. Der Ex-Landesvater hatte das Amt des Vorsitzenden des Patientenombudsvereins Schleswig-Holstein von Heide Simonis übernommen. Er schildert einen simplen Fall: Einer gebrechlichen Frau geht beim Einträufeln der Augentropfen immer etwas daneben, der Arzt greift zu „Mehrverordnung“, die Krankenkasse will nicht zahlen, die Frau auch nicht.

 Vier Ombudsleute, überwiegend Pfarrer im Ruhestand, dazu eine Frau für die Pflegeheime, nehmen sich im Lande der Patientenklagen (1110 Fälle in 2014) an. „Dieses Projekt ist einmalig in der Bundesrepublik“, sagte Carstensen und stellte klar: „Wenn schon Juristen dran sind, lassen wir die Finger davon.“ Zu den bisher 68 Vereinsmitgliedern (Kliniken, Ärztezentren, Praxen) kommt jetzt Neumünsters Friedrich-Ebert-Krankenhaus dazu.

 Ab 1. Februar hat Humpe jeweils donnerstags von 15 bis 18 Uhr Sprechstunde in der Krankenpflegeschule, Haart 54, 1. Stock. Dann wird auch das Telefon, 04321/4052223, freigeschaltet. Unabhängig, kostenfrei, mediatierend will er die Aufgabe wahrnehmen, und hofft auf Erfahrungsaustausch mit den Kollegen vom Ombudsverein. „Unser normales Beschwerdemanagement läuft parallel weiter“, versicherte von Dollen.

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