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Opernwagnis ein Erfolg

Neumünster Opernwagnis ein Erfolg

Eine Oper auf die Bühne zu bringen ist für eine Musikschule eigentlich eine Nummer zu groß. Die Musikschule Neumünster wagte es dennoch und erntete bei der Premiere der Händel Oper Acis und Galatea vom Publikum im Caspar-von-Saldern-Haus in Neumünster stürmischen Applaus.

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Das hat es in der Musikschule Neumünster noch nie gegeben: Sänger und Musiker brachten Auszüge der Händel Oper Acis und Galatea im Caspar-von-Saldern-Haus auf die Bühne.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Normalerweise kann der Operngänger neben Gesang und Orchesterklang ein opulentes Bühnenbild erwarten. Das war natürlich im kleinen Konzertsaal des Caspar-von-Saldern-Hauses, der Heimstatt der Musikschule, allein aus Platzgründen nicht möglich. So hatte sich die Leiterin des Opernprojektes und Gesangslehrerin Tatjana Großkopf mit ihren Eleven auf eine eher minimalistische aber sehr liebevoll gestaltete szenische Darstellung geeinigt.

 Die Musiker von Cembalist über Streicher, Oboen und Flöten hatten sich ihre Plätzchen auf der Bühne gesucht und ein kleine Spielfläche für die Sänger freigelassen. Zur Ouvertüre gab es von zwei jungen Darstellern eine gespielte Inhaltsangabe der Handlung der Oper. Wie üblich ging es dabei um Liebe. Der Hirte Acis und die Wassernymphe Galatea sind in Liebe vereint. Doch der eifersüchtige Riese Polyphem bedroht das Glück der Liebenden.

 „Wir haben diese Oper ausgesucht, da sie von Händel 1718 für seinen Mäzen, den Herzog von Chandos, komponiert wurde und die Besetzung auf die geringe Anzahl der Musiker der gräflichen Hauskapelle zugeschnitten war“, berichtete Großkopf.

 Seit dem Sommer hatten opernbegeisterte Musikschüler von Jung bis Alt an der Inszenierung geprobt. Das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen. Ein stimmgewaltiger Chor überzeugte in der ersten Szene mit einem zum Mini-Orchester wohl abgestimmten Klang. Natürlich nicht in perfekter Opernsänger-Qualität, aber dafür mit stimmlicher Sinnlichkeit überzeugten Jason Zeichner (Bariton) als liebesglühender Acis, Samantha Tetzlaff als verliebte und sinnliche Galatea, während Rüdiger Schütt ganz in der Rolle des eifersüchtigen Polyphem aufging. Fazit: Ein außergewöhnlicher Opernspaß.

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