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Outdoormesse: Mit dem Hund zur Jagd

Beagle oder Terrier? Outdoormesse: Mit dem Hund zur Jagd

Gerade für Jäger ist die Outdoor-Messe in Neumünster eine Anlaufstelle: Ob der Terrier oder der Beagle die bessere Hunderasse für die Jagd ist, bleibt dabei jedoch offen.

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Ein Super-Quartett: Babette Ahrens (von links) mit Aike (6), Berka (1) und Katinka (33) im Infostand der Foxterrier auf der Outdoor.

Quelle: Sabine Nitzschke

Neumünster. Heinz Tietz aus Kossau im Ostholsteinischen schwört auf Deutsche Jagdterrier. Und das seit 1958. „Hart am Wild, über und unter der Erde. Hervorragend geeignet, um Schwarzwild zu bejagen“, sagt der 73-Jährige, der Vorsitzender des Zuchtverbandes für Schleswig-Holstein, Hamburg und Dänemark ist.

Denn das Schwarzwild, erklärt er am Sonntag am Infostand auf der Outdoor-Messe in Neumünsters Holstenhallen, muss reguliert werden. Aufgrund verbesserter Nahrungsbedingungen („Mittlerweile jährliche Ernte bei Eicheln und Bucheckern.“) vermehren sich die Schwarzkittel immens; auch müsse der aus Osten näher rückenden afrikanischen Schweinepest vorgebeugt werden.

Unternehmungslustiges Kraftpaket: Widu vom Hunsrück war kaum zu bändigen von Herrchen Jan-Folkert Wulf beim Fototermin.

Quelle: Sabine Nitzschke

„Wendig, robust und ausdauernd, witterungsunabhängig und damit geeignet für die Zwingerhaltung“, singt er das Loblied auf die Rasse, deren dreijähriger Vertreter Widu vom Hunsrück von Herrchen Jan-Folkert Wulf aus Strenglin im Kreis Segeberg kaum zu bändigen ist. „Der hat alle Prüfungen mit ersten Preisen gemeistert.“ Knapp drei Jahre dauert die Ausbildung, die im Welpenalter von sechs Monaten beginnt.

Auf zehn bis 14 Kilo und ein Stockmaß von 33 bis 40 Zentimetern bringt es ein ausgewachsener Deutscher Jagdterrier idealerweise. „Dieser Hund braucht eine Aufgabe, ist nicht Hochhaus-geeignet“, beschreibt Tietz. Es gibt seine Hunde grundsätzlich nur an Jäger ab.

Auch Beagle eignen sich zur Jagd

Für Heinrich Quast aus Hamburg, der seit 2005 in Hamburg Beagles züchtet, kommen auch nicht jagende Familien in Frage. Weil die Hunde ein ruhiges Wesen haben, sehr langmütig sind und Meute gewohnt. „Beagles gehören zu den Bracken, sind also selbstständige Jäger. Geeignet für die Jagd auf Niederwild, sie geben kräftigen Laut beim Stöbern und haben eine ausgeprägte Nase für die Fährtenarbeit.“

Tara (10) hat es sich schon bequem gemacht, Assam (5) schaut noch geduldig in die Kamera; beide gut bewacht von Herrchen und Züchter Heinrich Quast aus Hamburg.

Quelle: Sabine Nitzschke

Eben: Einmal eine Spur in der Nase, und der Beagle bleibt dran wie im Rausch. „Bis die Aufgabe erfüllt ist. Das kann zwischen drei Stunden und drei Tagen dauern.“ So lange ist der Beagle dann eben weg. Tara (10) und Assam (5) haben wie die meisten ihrer Rasse „den Willen, alles Fressbare zu vernichten“, erklärt Quast. Außerdem haben sie einen betörenden Blick und jede Menge Blödsinn in ihrem charmanten Dickkopf. Quast grinst. „Bei diesen Hunden braucht man jede Menge Humor. Am besten englischen.“

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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