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Paketzentrum Neumünster ist wieder betroffen

Streik Paketzentrum Neumünster ist wieder betroffen

Vom andauernden unbefristeten Streik der Post- und Paketboten ist am Mittwoch erneut das DHL-Paketzentrum in Neumünster betroffen. Bereits um 2 Uhr in der Frühe zogen die ersten Streikposten der Gewerkschaft ver.di in der Straße "Krokamp" auf, bauten nahe der Zufahrt ihren Pavillon, Tische, Stühle und Gasheizer auf, denn das Thermometer zeigte gerade mal drei Grad über Null.

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Vom andauernden unbefristeten Streik der Post- und Paketboten ist am Mittwoch erneut das DHL-Paketzentrum in Neumünster betroffen.

Quelle: Krüger TV

Neumünster. Trotz der niedrigen Temperaturen: Innerlich "kochen" viele der Postler, sehen sich als Opfer eines massiven Konfliktkurses, den ihr Arbeitgeber gegen die eigene Belegschaft fährt. ver.di wirft der Deutschen Post u. a. vor, mit neugegründeten Tochtergesellschaften den eigenen Haustarifvertrag zu unterlaufen und somit auch gegen eine geltende Vereinbarung zur Fremdvergabe zu verstoßen.

Erfolglos hatte die Gewerkschaft in zähen, seit März andauernden Verhandlungen mit der Post AG versucht, die Rückführung der 49 "DHL Delivery"-Regionalgesellschaften in den Haustarifvertrag und eine Verlängerung der Schutzregelungen zu Kündigungen und Fremdvergabe zu erreichen. Gleichzeitig hatte die Gewerkschaft den Verzicht auf eine lineare Einkommenserhöhung in diesem Jahr und eine strukturelle Veränderung der bestehenden Entgelttabelle für alle neu eingestellten Beschäftigten, wonach diese künftig nicht mehr nach zwei, sondern erst nach drei Jahren in die jeweils nächsthöhere Erfahrungsstufe aufstiegen, angeboten.

Nach sechs erfolglosen Verhandlungsrunden kündigte ver.di am 8. Juni schließlich unbefristete Streiks an.Nicht nur mit den heutigen Arbeitsniederlegungen der Frühschicht im Paketzentrum in Neumünster, sondern auch mit einer großangelegten Demonstration in Kiel am morgigen Donnerstag soll der Druck auf die Post AG jetzt noch weiter erhöht werden.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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